TBV Lemgo Lippe verlängert Vertrag mit Cheftrainer Florian Kehrmann bis 2027 – Simak geht am Saisonende – Sonntag gegenStuttgart

TBV Trainer Florian Kehrmann – © Sportfoto-Sale (MK)

Lemgo. (PM TBV) Der TBV Lemgo Lippe freut sich, die Vertragsverlängerung mit Florian Kehrmann bekannt zu geben.

Der 48-jährige Cheftrainer hat seinen bis 2026 datierten Vertrag vorzeitig um ein weiteres Jahr verlängert. Kehrmann wird den lippischen Handball-Bundesligisten nun mindestens bis zum 30. Juni 2027 an der Seitenlinie betreuen und geht somit auch in seine zwölfte Spielzeit als Trainer des TBV.

„Wenn man so lange in einem Verein ist, ist das wichtigste gegenseitiges Vertrauen und Wertschätzung – das ist beim TBV uneingeschränkt vorhanden“, freut sich der ehemalige Weltklasse-Rechtsaußen über die Vertragsverlängerung. Mit seiner Mannschaft tütete Kehrmann am vergangenen Wochenende mit einem haushohen Derbysieg gegen GWD Minden und nun 11:3-Punkten den besten Saisonstart seit der Spielzeit 2008/09 ein. „Die Zusammenarbeit mit der Mannschaft macht unglaublich viel Spaß. Ich verfolge mit Stolz, wie sich einzelne Spieler, das Team und wir als Gesamtverein weiter entfalten und wachsen. Wir optimieren kontinuierlich die Trainingsbedingungen und das professionelle Umfeld. Deshalb freue mich sehr, die Entwicklung der Mannschaft auch in der nächsten Saison weiter voranzutreiben“, so Kehrmann. Neben dem sportlichen hebt der dienstälteste Trainer der DAIKIN Handball-Bundesliga auch die Lemgoer Zuschauer besonders hervor: „In den letzten zwei-drei Jahren nehme ich auch eine unglaubliche Entwicklung bei unseren Fans wahr, was mich persönlich sehr freut. Immer mehr Fans nehmen auch lange Auswärtsreisen auf sich und unterstützen uns in der Ferne. Zudem kommen immer mehr junge Zuschauer gerne in die Halle. Das alles hilft meiner Mannschaft unheimlich und bestärkt mich in meiner Entscheidung“, strahlt der Lemgoer Trainer.

„15 Jahre als Spieler, 2027 dann bereits zwölf Jahre als Trainer – das ist eine beeindruckende und für den TBV äußerst wertvolle Konstanz, die im heutigen Profisport selten geworden und alles andere als selbstverständlich ist. Flo verkörpert die Werte, die den TBV auszeichnen, und gemeinsam werden wir weiterhin alles für die Entwicklung der Mannschaft und des Vereins geben“, ist auch TBV-Geschäftsführer Jörg Zereike stolz, dass die Zusammenarbeit mit seinem langjährigen Wegbegleiter fortgesetzt wird.

Beiratsvorsitzender Herbert Vogel betont: „Flo ist die Identifikationsfigur des TBV Lemgo Lippe. Er hat maßgeblich dazu beigetragen, dass wir sportlich und strukturell wachsen konnten. Seine Art, die Mannschaft anzuführen, schafft eine besondere Atmosphäre, die von den Spielern sowie allen Mitarbeitern wertgeschätzt wird und sich derzeit in Erfolgen widerspiegelt. Wir sind sehr glücklich, dass er uns auch künftig erhalten bleibt und den Weg des TBV mit seiner unglaublichen Erfahrung, Expertise und Leidenschaft mindestens ein weiteres Jahr begleitet.“

Der TBV Lemgo Lippe setzt mit Kehrmann Vertragsverlängerung ein weiteres Zeichen der Kontinuität und des Vertrauens. Zuvor war es dem Verein bereits gelungen, Leistungsträger wie Kapitän Tim Suton, Lukas Hutecek, Niels Versteijnen, Constantin Möstl und Hendrik Wagner langfristig an sich zu binden.

TBV Lemgo Lippe und Frederik Simak gehen nach der Saison 2025/26 getrennte Wege

Frederik Simak – © Sportfoto-Sale (MK)

Der TBV Lemgo Lippe und Rückraumspieler Frederik Simak werden nach der Saison 2025/26 getrennte Wege gehen. Der 27-Jährige wird zur nächsten Spielzeit zu seinem früheren Verein und amtierenden Deutschen Meister, den Füchsen Berlin, zurückkehren. Simak war im Dezember 2020 von den Füchsen nach Lemgo gewechselt und gewann mit dem lippischen Handball-Bundesligisten u.a. den DHB-Pokal.

Simak entwickelte sich nach seinem Wechsel von den Hauptstädtern unter Trainer Florian Kehrmann zu einem Pfeiler der lippischen Abwehr. Mit seiner physischen Präsenz, seinem Spielverständnis und seinem Einsatzwillen prägte der gebürtige Gengenbacher das Defensivspiel des TBV in den letzten Spielzeiten mit. Gemeinsam feierten Simak und der TBV unter anderem die Teilnahme an mehreren REWE Final4-Turnieren, den DHB-Pokalsieg und die Qualifikation für die EHF European League.

„Freddy hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wertvollen Allrounder in unserem Spiel entwickelt. Seine Einstellung, sein Ehrgeiz und seine Teamorientierung haben ihn auf und neben der Platte ausgezeichnet. Deshalb bin ich mir sicher, dass wir bis zum Saisonende weiter gemeinsam alles für den Erfolg des TBV raushauen werden“, betont TBV-Geschäftsführer Jörg Zereike. „Wir danken ihm schon jetzt für seinen Einsatz und wünschen ihm für seine sportliche und persönliche Zukunft in Berlin alles Gute.“

Auch Frederik Simak blickt mit Dankbarkeit auf seine bisherige Zeit in Lemgo zurück: „Der TBV ist mir in den letzten Jahren sehr ans Herz gewachsen. Ich bin hier als Spieler und Mensch gewachsen, durfte viele tolle Erfahrungen sammeln und bin dankbar für die Unterstützung von Fans, Team und Verein. Jetzt freue ich mich darauf, mich einer neuen Herausforderung zu stellen. Bis dahin werde ich alles geben und jede Sekunde in der Phoenix Contact-Arena genießen.“

Kehrmann setzt gegen Stuttgart auf die Fans als „zusätzlichen Pluspunkt“

Nach dem Derbysieg in Lübbecke, möchte der TBV Lemgo Lippe am Wochenende wieder in seinem Wohnzimmer punkten! Am 8. Spieltag der DAKIN Handball-Bundesliga empfangen die Lipper den TVB Stuttgart in der Phoenix Contact-Arena. Anwurf der Begegnung ist am Sonntag (12.10.) um 16:30 Uhr.

Nach einer turbulenten letzten Saison, die für den TVB Stuttgart beinahe mit dem Abstieg endete, erlebt der Verein aktuell eine spürbare Aufbruchstimmung. Maßgeblichen Anteil daran hat der neue Cheftrainer Misha Kaufmann. Der 41-jährige Österreicher bringt frischen Wind ins Schwabenland und steht für Anpassungsfähigkeit sowie taktische Variabilität. Schon in der Vorbereitung zeigte sich, dass Kaufmann viel Wert auf körperliche Fitness, harte Trainingsarbeit und variable Abwehrformationen legt. Die Spieler berichten von abwechslungsreichen Einheiten und hoher Motivation, jedem Training neue Impulse zu entnehmen.

Das Ziel für die Stuttgarter ist eindeutig: Eine spürbare Weiterentwicklung. Die Verantwortlichen haben reagiert und dem Team ein neues Gesicht gegeben. Neben dem erfahrenen Rückraumspieler Kai Häfner, der als Leitwolf vorangeht, kamen mit Simone Mengon ein italienischer Nationalspieler, mit Antonio Serradilla ein Champions-League-erprobter Spanier sowie weitere Neuzugänge hinzu. Diese Mischung aus internationalen und heimischen Akteuren verspricht nicht nur Qualität, sondern sorgt im Zusammenspiel mit den „Wild Boys“ für neuen Teamgeist.

Die Handschrift von Trainer Kaufmann ist bereits jetzt erkennbar. Stuttgart setzt verstärkt auf schnelles Umschaltspiel, kompakte Abwehrarbeit und ein variables Angriffsspiel, das auf viele Eins-gegen-eins-Situationen und mutigen Zug zum Tor setzt. Die Stuttgarter wollen sich durch eine aggressive Abwehr und einen offensiven Spielstil vom Tabellenkeller fernhalten und haben das Potenzial, für jede Mannschaft ein unangenehmer Gegner zu sein.

Das findet auch TBV-Trainer Kehrmann: „Stuttgart ist ein äußerst unangenehm zu spielender Gegner. Es wird ein Spiel mit vielen Eins-gegen-eins-Situationen werden. Beide Mannschaften greifen oft mit vier Rückraumspielern an, daher wird es zahlreiche Zweikämpfe geben. Für uns wird es wichtig sein, das Zentrum in der Abwehr kompakt zu halten und uns nicht nach hinten drängen zu lassen. Wir müssen die Zweikämpfe gewinnen. Wir müssen uns auf die sehr aggressive Abwehr von Stuttgart einstellen, die phasenweise bis zur Mittellinie verteidigt. Da gilt es, gute Lösungen zu finden. Dennoch gehen wir meiner Meinung nach als kleiner Favorit in das Spiel und wollen unbedingt die nächsten beiden Punkte holen. Ich rechne mit einem intensiven Spiel und freue mich sehr auf die Unterstützung in der Halle. In Minden hat man gesehen, wie sehr das ein zusätzlicher Pluspunkt für unser Team ist. Ich hoffe, die Halle wird so voll wie möglich, denn gegen Stuttgart wird es nur gemeinsam klappen“, so Kehrmann.

Der Saisonstart verlief für den TVB jedoch durchwachsen. Mit 4:10-Punkten steht das Kaufmann-Team derzeit auf Rang 14 der Tabelle. Nur gegen den Bergischen HC klappte es bislang mit einem Sieg. Gegen die SG Flensburg-Handewitt und FRISCH AUF! Göppingen konnten die Schwaben jedoch Punktgewinne feiern. Auch im DHB Pokal behielt der TVB gegen Drittligist Emsdetten die Oberhand.
Geleitet wird das Spiel am Sonntag von Tobias Tönnies und Robert Schulze. Bis Freitagmittag wurden für die Begegnung bereits 4.150 Tickets verkauft. Letzte Sitzplatzkarten sowie Stehplätze sind weiterhin im Online-Ticketshop erhältlich. Zudem überträgt Dyn das Spiel ab 16:15 Uhr live.

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