TBV vor anspruchsvoller Aufgabe gegen Aufsteiger BHC

Nach zwei Auswärtsspielen, empfängt der TBV den Bergischen HC zum Heimspiel – © TBV Lemgo-Lippe

Lemgo. (PM TBV) Nach dem kaum noch für möglich gehaltenen Punktgewinn in Hamburg, wartet am morgigen Donnerstag (25.9.) endlich wieder ein Heimspiel auf den TBV Lemgo Lippe.

Ab 19 Uhr empfangen die Lipper am 6. Spieltag der DAIKIN Handball-Bundesliga den noch punktlosen Aufsteiger Bergischer HC in der Phoenix Contact-Arena.

Auf den überraschenden Abstieg in der Saison 2023/24, folgte eine souveräne Zweitligasaison 2024/25, in der der BHC mit nur vier Niederlagen und einer beeindruckenden Rückrunde den direkten Wiederaufstieg feierte und sich zum Zweitliga-Meister krönte. Der Kern der Mannschaft besteht aus vielen erfahrenen Kräften und einer eingespielten Achse, angeführt von Tomas Babak und Torhüter Christopher Rudeck. Überraschend kam der Abgang von Rückraumspieler Djibril M’Bengue. Große Verpflichtungen blieben aus. Lediglich Kooij, Steinhaus und Schöttle sind frische Gesichter, die sich in das Team integrieren sollen. Im Trainerduo Gunnarrson/Pütz vertraut der Club auf Kontinuität und Expertise.

Der Saisonstart in der Bundesliga verlief jedoch alles andere als erhofft: Nach fünf Spielen stehen für die Bergischen Löwen 0:10 Punkte zu Buche. Gegen die Füchse Berlin, den TVB Stuttgart, HC Erlangen, GWD Minden und die SG Flensburg-Handewitt fand der BHC noch kein Mittel, wirkte in der 1. Liga bisher chancenlos und kämpft mit der Härte und Qualität dieser „Monsterliga“. Das Gesicht des BHC ist geprägt von vielen robusten Routiniers, aber auch jungen Talenten, an deren Entwicklung die Vereinsführung festhält. Die Marschroute ist klar: Klassenerhalt hat oberste Priorität, ein defensiver Fokus und das Kollektiv stehen im Mittelpunkt. Angesichts der Niederlagenserie und der fehlenden Durchschlagskraft im Angriff steht der BHC bereits früh unter Druck.
„Gegen den BHC erwartet uns sicherlich eine anspruchsvolle Aufgabe, denn der Verein kämpft noch mit den Nachwirkungen des Minden-Spiels. Als Aufsteiger hatten sie sich den Auftakt sicher anders vorgestellt. Wir wissen aber, wie schwierig es ist, gegen eine Mannschaft anzutreten, die bislang noch nicht gepunktet hat – sie werden alles in das Spiel investieren“, ist sich TBV-Trainer Florian Kehrmann bewusst. „Taktisch wird uns eine sehr aggressive 6:0-Abwehr mit aktiven Halbverteidigern erwarten. Manchmal agiert der BHC auch in einer noch offensiveren Formation, was bedeutet, dass wir den Ball viel laufen lassen müssen. Vor allem müssen wir das Tempospiel des BHC, das wirklich sehr gut ist, unterbinden. Das heißt: schneller Rückzug, schnelles Umschalten, damit wir auch die Abwehr des BHC vor Probleme stellen. Es kommt darauf an, dass wir unsere Leistung abrufen. Wir setzen wieder auf die Unterstützung des Publikums und müssen schauen, dass wir genauso leidenschaftlich verteidigen wie in den bisherigen Heimspielen“, blickt Kehrmann voraus.

Von den letzten fünf direkten Aufeinandertreffen konnte der TBV zwei gewinnen, erkämpfte sich ein Unentschieden und musste zweimal als Verlierer das Feld verlassen. Positiv: In der heimischen Phoenix Contact-Arena behielt der TBV gegen den BHC zuletzt zweimal in Folge die Oberhand.

Geleitet wird die Begegnung am Donnerstagabend vom Schiedsrichtergespann Fabian Baumgart und Philip Dinges. Bis Mittwochmittag wurden knapp 3.900 Tickets verkauft. Karten sind weiterhin online und am Spieltag ab 17:30 Uhr an der Abendkasse erhältlich. Dyn überträgt das Spiel ab 18:45 Uhr live.

Mit Rückenwind nach Lemgo

Solingen. (PM BHC) Der Bergische HC steht zwar mit 0:10-Punkten am Tabellenende der Handball-Bundesliga, hat das Spiel gegen die SG Flensburg-Handewitt aber positiv abgeschlossen.

Beim 33:43 stimmte die Leistung in der letzten Viertelstunde, so dass die Fans in Düsseldorf ihre Mannschaft mit Applaus verabschiedete. Daran will der BHC am Donnerstagabend um 19 Uhr, in der PHOENIX CONTACT Arena beim TBV Lemgo Lippe anknüpfen.

„Es war eine tolle Reaktion der Zuschauer“, sind sich die Trainer Arnor Gunnarsson und Markus Pütz einig. Emotional kann der ordentliche Endspurt gegen Flensburg auch noch viel wert sein. „Wir müssen bei uns bleiben und vorne wie hinten Konstanz auf die Platte bringen. Das ist unser großes Ziel. Wenn wir das schaffen, haben wir die Chance, um Punkte in der 1. Liga zu kämpfen.“

Auch in Lemgo geht es also zuallererst um die eigene Leistung, die zuletzt zwar offensiv weitgehend stimmte, in der Deckung aber noch große Defizite aufwies. Die Hoffnung auf eine Steigerung ist groß, was auch an den verbesserten Trainingsbedingungen liegt. Vorige Woche waren diverse Spieler gesundheitlich angeschlagen, in dieser sind die meisten wieder mit dabei. „Bei Christopher Rudeck müssen wir noch abwarten“, sagt Gunnarsson. Bei Eloy Morante Maldonado, Noah Beyer und Aron Seesing rechnen die Coaches damit, sie stärker belasten zu können. Fehlen hingegen werden noch Belal Massoud und Soeren Servos. Die beiden angeschlagenen Spieler starten aber auch langsam wieder ins Training.

Am Donnerstag bekommen es die Bergischen mit einem formstarken Gegner zu tun. Der TBV Lemgo ist mit 7:3-Punkten in die Saison gestartet, hat seine einzige Niederlage zum Auftakt gegen den SC Magdeburg kassiert. Bemerkenswert war vor allem der 31:25-Sieg über den VfL Gummersbach – es sind die bisher einzigen beiden Verlustpunkte der Oberbergischen überhaupt. „Lemgo ist eine Mannschaft, die ganz wenige Fehler macht und immer von Anfang bis Ende durchzieht“, sagt Pütz.

Die Mannschaft ist extrem eingespielt, hat in Tim Suton und Lukas Hutecek seit Jahren dieselben Leistungsträger. In der internen Torjägerliste ist auch Niels Versteijnen mit 28 Treffern ganz oben dabei. Zwischen den Pfosten steht Constantin Möstl, der einen sehr guten Saisonstart mit einer Fangquote von 30,37 Prozent hingelegt hat.

„Taktisch setzen sie oft auf den siebten Feldspieler – und machen das super. Auch die Variante mit vier Rückraumspielern statt Kreisläufer sieht man bei ihnen immer wieder“, weiß Pütz, der bei seinem BHC gerne den nächsten Schritt sehen würde. Die starke Leistung von Nico Schöttle gegen Flensburg soll konserviert werden, alle anderen positiven Entwicklungen im Angriff wollen die Löwen mitnehmen. Wenn gleichzeitig eine Verbesserung des Abwehr-Torhüter-Pakets gelingt, werden die Gunnarsson und Pütz am Donnerstagabend zufrieden sein.

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