TUSEM Essen und Trainer Michael Hegemann beenden Zusammenarbeit nach der Saison

Trainer Michael Hegemann – © Sportfoto-Sale (MK)

Essen. (PM TUSEM) Seit knapp 10 Jahren ist Michael Hegemann in unterschiedlichsten Funktionen bereits für den TUSEM aktiv.

Nach drei Jahren als Spieler, fünf als Co- und zuletzt zwei Jahren als Chef-Trainer haben sich der 46-Jährige und die Verantwortlichen des TUSEM nun einvernehmlich auf eine Beendigung der Zusammenarbeit zum 30.06.2024 verständigt.

Der Entscheidung vorausgegangen war eine gemeinsame Analyse die – unabhängig von der aktuellen sportlichen Situation – unterschiedliche Auffassungen zur zukünftigen sportlichen und strategischen Ausrichtung des TUSEM ergab.

Michael Hegemann war in verschiedenen Rollen maßgeblich für unsere sportlichen Erfolge der vergangenen Jahre mitverantwortlich. Er hat in den letzten beiden Spielzeiten als Chef-Trainer einen Umbruch in unserer Mannschaft vollzogen und junge Spieler an die Handball-Bundesliga herangeführt. Für die geleistete Arbeit, seinen unermüdlichen Einsatz und seine hohe Identifikation mit und für den TUSEM in all den Jahren sind wir ihm sehr dankbar. Wir blicken mit einem guten Gefühl auf die gemeinsame Zeit, gehen im Guten und im Einvernehmen auseinander und werden unsere Zusammenarbeit im Sommer beenden. Bis dahin werden wir weiter vertrauensvoll zusammenarbeiten wie bisher“, so Niels Ellwanger, Geschäftsführer des TUSEM.

„Hege“ hatte 2017 seine aktive Spieler-Karriere beendet und war in den Folgejahren zunächst Assistenztrainer von Jaron Siewert und Jamal Naji. 2022 übernahm er das Amt des Chef-Trainers und führte die junge Mannschaft nach personellem Umbruch in der Vorsaison auf den neunten Tabellenplatz. Parallel zu seinem Trainer-Amt absolviert Hegemann aktuell den A-Lizenz-Lehrgang des DHB.

„Mit Hege verbinde ich seit seinem 1. Jahr beim TUSEM stets ein sportliches Vorbild für die Entwicklung und das Heranführen von jungen Spielern. Sein Charakter, sein bedingungsloser Einsatz, seine Mentalität zum Leistungssport – als Malocher aus der Region – menschlich, als Profi nahbar zu sein, zeichnen ihn aus. Im Leistungssport und gerade auf der Cheftrainer-Position ist es manchmal so, dass Auffassungen diskutiert, analysiert und streitbar bleiben müssen, um sich beiderseits weiterzuentwickeln. Dies war nun der Fall. Ich danke ihm sehr, für die vertrauensvollen, erfolgreichen gemeinsamen Jahre, wo wir als TUSEM sehr viel zusammen bewegt haben. Jetzt gilt es aber den Blick nach vorne zu richten, wir haben weiterhin gemeinsame, ambitionierte Ziele in dieser Saison“, so der Sportliche Leiter Herbert Stauber.

„Ich blicke schon jetzt mit großer Dankbarkeit auf meine Zeit beim TUSEM zurück. Dass ich zehn Jahre im Verein aktiv sein durfte und mir nach meiner Spieler-Karriere der direkte Einstieg in die Trainer-Laufbahn ermöglicht wurde, ist nicht selbstverständlich. Für das Vertrauen in meine Person und meine Arbeit bin ich den Verantwortlichen, meinen Spielern und den Fans des TUSEM sehr dankbar“, so Michael Hegemann.

Losgelöst von dieser Zukunftsentscheidung gelte der Fokus nun den beiden noch anstehenden Derbys, einer guten Vorbereitung im Januar sowie anschließend einer erfolgreichen Rückrunde.

„Wir werden alles daransetzen gegen Hamm und Dormagen noch Punkte einzufahren und nach einer kurzen Pause dann erfolgreich in die zweite Saisonhälfte zu starten“, so Hegemann.

Letztes Heimspiel 2023 – TuSEM empfängt den ASV Hamm-Westfalen

Nach dem erfolgreichen Auftritt gegen den VfL Lübeck-Schwartau (31:19) steht für den TuSEM Essen nun das letzte Heimspiel des Jahres auf dem Programm. Am Freitagabend (22. Dezember) empfangen die Jungs von Michael Hegemann den ASV Hamm-Westfalen in der Sporthalle am Hallo. Anwurf ist um 20:30 Uhr.

Auf dem Papier schienen die Voraussetzungen klar: Das Spiel des TuSEM Essen gegen den VfL Lübeck-Schwartau wird eng und bis zum Ende umkämpft bleiben. Es war schließlich das Duell der Tabellennachbarn. In der Vorsaison hatten beide Teams ihr jeweiliges Heimspiel mit lediglich einem Tor Unterschied gewonnen. Doch der TuSEM hatte am frühen Sonntagabend andere Pläne: Mit einem deutlichen 12-Tore-Sieg wurden die Gäste zurück in den hohen Norden geschickt. Die Essener fuhren somit ihren höchsten Saisonsieg ein, zusammen mit dem 32:20-Erfolg gegen den EHV Aue. Cheftrainer Michael Hegemann hatte demnach wenig auszusetzen: „Die Jungs haben eine sehr ordentliche Leistung gezeigt. Wir hatten unter der Woche das Highlight gegen die Rhein-Neckar Löwen. Da war es nicht so einfach, in den Ligaalltag zurückzukehren. Ich war sehr froh, wie die Jungs den Matchplan umgesetzt haben.“ In der Tat war gegen Lübeck nichts von einem etwaigen Spannungsabfall zu erkennen. Der TuSEM führte bereits zur Pause komfortabel mit sieben Toren und ließ Lübeck auch in der zweiten Halbzeit nicht mehr herankommen. Kurios: Gleich beide Torhüter des TuSEM konnten sich in die Torschützenliste eintragen.

Noch zwei Spiele in diesem Jahr – Derbys gegen Hamm und Dormagen

Zwei Partien müssen die Essener noch in diesem Jahr bestreiten. Den Anfang macht das Spiel am Freitagabend gegen den ASV Hamm-Westfalen. Es ist zugleich der erste Rückrundenspieltag. An das Hinspiel haben die Essener keine allzu guten Erinnerungen: Anfang September unterlag der TuSEM in Hamm mit 23:36. Am Freitag wollen die Essener also in eigener Halle mehr Paroli bieten. Eine leichte Aufgabe wird dies allerdings nicht, zählen die Westfalen doch zu den Top-Teams der Liga. Momentan steht der Erstliga-Absteiger auf dem dritten Tabellenplatz, mit Tuchfühlung zur Spitze. Im DHB-Pokal scheiterte das Team von Cheftrainer Michael Lerscht denkbar knapp am Erstligisten HSV Hamburg. Der Kantersieg aus dem Hinspiel kommt auch dadurch zustande, dass der eingespielte ASV auf einen neu zusammengewürfelten TuSEM traf. Michael Hegemann sieht nun, ein knappes halbes Jahr später, durchaus Chancen, die Partie für sich zu entscheiden: „Als Mannschaft sind wir im Vergleich zum Saisonbeginn deutlich gereift. Wir haben im Hinspiel Lehrgeld bezahlt, die Niederlage aber auch als wichtigen Entwicklungsschritt verbucht. Am Freitag wollen wir zeigen, dass sich im Vergleich zum Hinspiel einiges bei uns getan hat.“ Das letzte Spiel des Jahres führt den TuSEM dann zum TSV Bayer Dormagen. Am zweiten Weihnachtsfeiertag wollen die Jungs der Ruhrpott Schmiede dort für einen versöhnlichen Jahresabschluss sorgen. Für das Spiel gegen Hamm gibt es derweil noch einige wenige Tickets unter tusemessen.de/tickets. Für Daheimgebliebene besteht die Chance, die Partie bei DYN zu verfolgen. Start der Übertragung ist um 20:10 Uhr.

Der TuSEM bedankt sich bei allen Fans und Sponsoren für die grandiose Unterstützung in diesem Jahr und wünscht ein fröhliches und besinnliches Weihnachtsfest!




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