
Essen. (PM TUSEM) Im ersten Heimspiel der neuen Saison musste der TUSEM Essen eine Niederlage einstecken.
Am 2. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga unterlag die Mannschaft von Trainer Daniel Haase dem TV Hüttenberg mit 25:31 (12:14) und steht damit aktuell auf dem 18. Tabellenplatz.
Nach der ärgerlichen Auftaktniederlage in Ludwigshafen (26:32), sollte es zuhause gegen den TV Hüttenberg besser laufen – das war zumindest der Plan. Vor über 1700 Zuschauern in der Sporthalle „Am Hallo“ ging der TUSEM motiviert in die Partie und zeigte sich kämpferisch. Allerdings schlichen sich auf beiden Seiten bereits früh erste Fehler ein, vor allem im Passspiel. Dazu waren auch einige Abschlüsse zu ungenau oder die Torhüter stellten sich immer wieder in den Weg. So brauchte die Begegnung etwas Zeit, um so richtig ins Rollen zu kommen.
Nachdem die Gäste immer wieder leicht in Führung lagen, hatte der TUSEM nach einer guten Viertelstunde mehrmals die Chance die Partie zu drehen. Allerdings wollte dies nicht so recht gelingen, denn die Abschlüsse waren nicht platziert genug. Zumindest vorerst. Denn nach dem 3:5 (11.) zeigte zum einen Torhüter Dominik Plaue wertvolle Paraden und zum anderen wirbelte der Essener Rückraum die gegnerische Abwehr durcheinander. Die Folge: die erste Führung für die Hausherren! Und sie konnten sie sogar etwas ausbauen, als Max Neuhaus zum zwischenzeitlichen 10:8 einnetzte (24.). Hüttenberg wirkte in dieser Phase etwas unkonzentriert und musste sich erst einmal wieder sammeln.
Das schaffte die Mannschaft von Trainer Stefan Kneer noch vor der Pause ziemlich gut. Nun waren es wieder die Essener, die sich Fehler leisteten und der TVH schlug zu. Der treffsichere Hendrik Schreiber besorgte das 10:11 und brachte sein Team damit wieder in die Erfolgsspur. Bis zur Pause konnten sich die Hessen eine 12:14-Führung erarbeiten.
Nach dem Seitenwechsel hieß es für den TUSEM dranzubleiben. Allerdings war im zweiten Durchgang zu oft Endstation beim gegnerischen Torhüter. Yahev Shamir war ein ums andere Mal mit seinen Paraden zur Stelle und raubte den Gastgebern die Nerven. Währenddessen fuhr sein Kollege Paul Ohl die Belohnung ein. Der Rückraumspieler war nicht zu stoppen und durfte achtmal treffen.
Der TUSEM weckte sein Kämpferherz, doch konnte die Begegnung nicht mehr so recht ins Wanken bringen. Einige gute Ansätze waren da, allerdings waren es letztendlich zu viele Fehler in der Offensive und die eine oder andere Lücke zu viel in der Abwehr. Zwar stellte der TUSEM in der Schlussphase noch einmal auf eine offensivere Abwehr um und erhöhte das Risiko, doch am Ende setzte sich der TV Hüttenberg verdientermaßen durch. Die rote Karte nach dem dritten Zeitspiel gegen Finn Wolfram in der letzten Minute war dann nur noch etwas für die Statistiker. Endstand: 25:31.
„Wir hatten uns sehr viel vorgenommen und kamen gut ins Spiel. Aber wir haben uns schwergetan das Ruder herumzureißen und das Spiel zusammen mit den Fans in der Halle zu drehen. Ein paar Bälle gehen nicht rein und das alles ist dann zu wenig, um gegen Hüttenberg zu gewinnen. Es ist ganz gut, dass wir direkt wieder ein Heimspiel haben. Gegen den Aufsteiger ist für uns jetzt ein Sieg Pflicht. Erstmal sind wir aber sehr unzufrieden, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben“, sagte Essens Kreisläufer Finn Wolfram.
Sein Trainer Daniel Haase ergänzte: „In der Summe ist der Sieg für Hüttenberg natürlich verdient. Wir hatten in der zweiten Halbzeit nicht mehr den Zugriff in der Abwehr. Ich erwarte einfach von den Jungs im Rückraum, die schon in der letzten Saison bei uns gespielt haben, dass sie ihre Grundleistung bringen. Das andere ist ein Add-On. Daran arbeiten wir und das ist wieder etwas zum Lernen. Nächste Woche müssen wir es dann besser machen und dürfen gegen Oppenweiler/Backnang auch etwas Druck spüren.“
Anwurf gegen den Aufsteiger HC Oppenweiler/Backnang ist nächsten Sonntag (14. September) in der Sporthalle „Am Hallo“ um 17 Uhr.
TUSEM Essen – TV Hüttenberg 25:31 (12:14).
TUSEM: Knaack, Plaue; Mart (2), Göttler (3), Willner (3), Wolfram (2), Reimer (3/2), Eißing (1), Buschhaus (1), Wolf (1, Clarius, Neuhaus (3), Kostuj (1), Hejny (1), Mast (3), Werschkull.
Hüttenberg: Böhne, Shamir; Schwarz (1), P.Ohl (8), L.Ohl (1), Zörb, Spandau (1), Rüdiger (4/2), Reichl (6), Haack, Anselm, Stehl, Kompenhans (3), Dyatlov, Schreiber (5), Kuntscher (2).
Schiedsrichter: Engeln (Burscheid)/Schmitz (Leverkusen).
Siebenmeter: 2/2 – 2/3.
Strafminuten: 8 – 2.
Rote Karte: Wolfram (60., dritte Zeitstrafe).
Zuschauer: 1703.
Foto: Dennis Ewert.
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