
Gummersbach. (PM VfL) Der VfL Gummersbach hat seinen vierten Neuzugang zur Saison 2026/27 verpflichtet.
Ab Sommer wird der spanische Nationaltorhüter Ignacio Biosca zwischen den Pfosten der Oberbergischen in der SCHWALBE arena stehen. Der 30-Jährige erhält beim VfL einen Vertrag bis 2028. Auf der Torhüterposition ersetzt Biosca beim VfL Dominik Kuzmanović, dessen ursprünglich noch bis 2028 laufender Vertrag nach der aktuellen Saison aufgelöst wird und der im Sommer zum SC Magdeburg wechselt. „Wir sind sehr glücklich, dass wir mit Nacho einen Torhüter mit seiner Qualität als Ersatz für Kuzma verpflichten konnten, der ein sehr interessantes Angebot von Magdeburg bekommen und uns darum gebeten hat, für ihn eine Lösung zu finden“, erklärt VfL-Cheftrainer Gudjon Valur Sigurdsson. „Dominik hat uns früh darüber informiert, dass er seine Option für 2027 ziehen wird und zum SC Magdeburg wechselt. Als dann der Wunsch bestand, den Wechsel frühzeitiger zu vollziehen, haben wir sehr gute Gespräche mit dem SC Magdeburg geführt“, führt VfL-Geschäftsführer Christoph Schindler aus: „Für uns stand aber fest, dass wir dem Wechsel nur zustimmen können, wenn wir eine Alternative gefunden haben. Deswegen freue ich mich sehr, dass wir mit Nacho einen international extrem erfahrenen Torhüter verpflichten konnten, der bei der Europameisterschaft die Nummer zwei der spanischen Nationalmannschaft war und in dieser Saison in der Champions League für Nantes schon etliche sehr gute Spiele gezeigt hat.“
Biosca begann seine Handballkarriere in seiner Heimat beim FC Barcelona und wechselte nach weiteren Stationen im vergangenen Jahr von KC Veszprém zu HBC Nantes. Beim französischen Topclub besticht der Schlussmann konstant durch seine herausragenden Leistungen – insbesondere in der EHF Champions League. Ab Sommer wird nun das Oberbergische die neue sportliche Heimat des Keepers. „Dass Nacho so kurzfristig zu uns kommt, ist überragend. Er ist im besten Torhüteralter und verfügt über viel Erfahrung. Deshalb freue ich mich sehr darauf, ihn bei uns begrüßen zu dürfen und mit ihm zusammenzuarbeiten“, so Sigurdsson. Bereits 2018 debütierte Biosca für die spanische Nationalmannschaft und bildete mit Sergey Hernández das Torwartduo bei der vergangenen Europameisterschaft im Januar. Seinem baldigen Engagement in Gummersbach sieht er bereits jetzt freudig entgegen: „Ich habe mich für den VfL Gummersbach entschieden, weil es ein traditionsreicher Verein und das Projekt hier einfach fantastisch ist. Ich schaue sehr gerne Bundesliga-Spiele und der Verein hat sich in den letzten Jahren stetig verbessert! Deshalb freue ich mich riesig darauf, für den VfL Gummersbach aufzulaufen und in der SCHWALBE arena zu spielen!“
Für Kuzmanović wird die Zeit in Gummersbach im kommenden Sommer nach zwei Jahren enden und ein neues Kapitel beim Bundesligakonkurrenten aus Sachsen-Anhalt beginnen.
„Wir freuen uns jetzt auf das letzte halbe Jahr mit Kuzma und wünschen ihm danach alles Gute“, erklärt Sigurdsson. „Es ist wichtig, dass jetzt für alle Seiten Klarheit herrscht und ich bin davon überzeugt, dass Dominik bis zum Saisonende noch viele gute Spiele für uns bestreiten wird“, ergänzt Schindler. „Ich möchte mich bei allen VfL-Fans für ihre Unterstützung, ihren Jubel und die vielen schönen Momente bedanken, die ich mit dem Verein verbracht habe“, äußert sich Kuzmanović und wendet sich direkt an die Gummersbacher Fans: „Ich kann gar nicht ausdrücken, wie sehr ich es genossen habe, dieses Trikot zu tragen und das wird auch so bis zum Saisonende bleiben. Ich werde nie vergessen, wie herzlich ihr mich hier aufgenommen habt. Lasst uns die restliche Saison gemeinsam genießen!“
VfL gegen Eisenach mit erneut deutlichem Heimsieg
Am Donnerstagabend hat der VfL Gummersbach den nächsten Heimsieg im Jahr 2026 perfekt gemacht. Gegen den ThSV Eisenach gewann die Mannschaft von Chefcoach Gudjon Valur Sigurdsson am 22. Spieltag der DAIKIN HBL souverän mit 35:27 (17:13). In der mit 4.132 Zuschauern ausverkauften SCHWALBE arena lieferten sich beide Teams anfangs eine Begegnung auf Augenhöhe mit leichten Vorteilen aufseiten der Gastgeber. Gegen Ende der ersten und zu Beginn der zweiten Halbzeit setzten sich die Gummersbacher sukzessive ab und fuhren ungefährdet ihren 13. Saisonsieg ein. Mit 29:13 Punkten liegen die Oberbergischen in der Tabelle weiterhin auf dem sechsten Rang.
In einer temporeichen Anfangsphase folgte auf den ersten Rückstand (0:1, 1. Minute) nach zwei Minuten die erste Führung für den VfL (2:1). Kay Smits erhöhte in Minute drei zum 3:1, doch auch die Gäste aus Eisenach traten engagiert auf und blieben dran. Über das 5:3 durch Miro Schluroff (5. Minute) und das 7:5 durch Smits (8. Minute) behaupteten die Gummersbacher einen knappen Vorsprung, ehe es den Eisenachern in der zwölften Minute gelang, zum 7:7 auszugleichen und die Partie weiter offen zu halten. Das Sigurdsson-Team seinerseits antwortete mit zwei Treffern hintereinander von Schluroff und Tom Kiesler und ging nach 14 Minuten wieder mit zwei Toren in Front (9:7).

In der Folge agierte der VfL defensiv stabiler und offensiv effizient. Winter-Neuzugang Ludvig Hallbäck erzielte in der 16. Minute das 11:8, Schluroff sorgte zwei Minuten später per Doppelpack für den ersten Vier-Tore-Vorsprung (13:9). Die zweite Parade hintereinander von Dominik Kuzmanović, der immer besser ins Spiel fand, heizte die Stimmung in der SCHWALBE arena an und leitete das dritte VfL-Tor in Serie zum 14:9 durch Tilen Kodrin ein (20. Minute). Die Gastgeber hielten den ThSV auch auf Distanz, als sich an das 16:11 durch Hallbäck in der 23. Minute eine sechsminütige Torflaute der Gastgeber anschloss. Dank Kuzmanović sowie einer kompakten Defensive ließen die Oberbergischen in dieser Phase jedoch auch selbst nur einen Gegentreffer zu, bis Kodrin in der 30. Minute zum 17:12 traf. Nach einem weiteren Treffer der Gäste wurden beim Stand von 17:13 die Seiten gewechselt.
In der zweiten Halbzeit wechselten sich zunächst die Torerfolge auf beiden Seiten ab, ehe Mathis Häseler in der 36. Minute den Vorsprung der Hausherren auf 21:15 erhöhte. Die Gummersbacher hielten die Konzentration hoch und legten nach Parade von Kuzmanović durch den Treffer von Julian Köster in der 43. Minute zum ersten Sieben-Tore-Vorsprung nach (26:19). Zwei Minuten später feierten die Fans in der SCHWALBE arena erst die Strafwurf-Parade ihres Keepers Bertram Obling und anschließend das 28:20 durch Ellidi Vidarsson.

In einer nachlässigen Phase mussten die Gummersbacher binnen zwei Minuten gleich drei Gegentore hintereinander hinnehmen (28:23, 48. Minute), woraufhin Sigurdsson sein Timeout nutze. Seine Mannschaft fand daraufhin wieder zu mehr Ruhe in ihren Aktionen und schaffte es das Aufbäumen der Gäste wieder zu unterbinden. Mit seinem zehnten Treffer des Spiels erhöhte Schluroff den Abstand zwischen beiden Teams wieder auf sieben Tore (32:25, 55. Minute). Die letzten Minuten spielte der VfL souverän herunter und durfte unter den stehenden Ovationen der Zuschauer in der SCHWALBE arena einen deutlichen 35:27-Heimsieg feiern.
Nach drei Heimspielen hintereinander in der DAIKIN HBL ist der VfL Gummersbach am Samstag, den 28. Februar, in der Fremde gefordert. Um 20 Uhr gastieren die Oberbergischen beim Rekordmeister THW Kiel.
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