
Gummersbach. (PM VfL) Der VfL Gummersbach gibt seinen Rückraumspieler João Gomes mit sofortiger Wirkung an den FC Porto ab.
Der 23-Jährige, dessen Vertrag bei den Oberbergischen noch bis 2028 läuft, wird für die nächsten anderthalb Jahre bis zum Sommer 2027 auf Basis einer Ausleihe für den portugiesischen Spitzenclub auflaufen. „João ist ein guter Junge und ein sehr talentierter Handballer, der aber auch viel spielen muss“, erläutert VfL-Geschäftsführer Christoph Schindler: „Diese Möglichkeit ist bei uns aktuell nicht in dem Maße gegeben, wie es vielleicht nötig wäre. Die Leihe nach Porto ist daher eine gute Option ihm Spielpraxis zu geben. Dabei haben wir uns bewusst für eine Leihe entschieden, weil wir uns die Möglichkeit offenhalten möchten, ihn irgendwann wieder zurück zum VfL zu holen. Bis dahin wünschen wir ihm alles Gute in Porto.“
Gomes kam erst zu Saisonbeginn aus Lissabon nach Gummersbach und wurde sowohl im rechten Rückraum als auch auf der Spielmacherposition eingesetzt. „João ist ein junger, sehr talentierter Spieler, der mehr Spielzeit braucht, als ich ihm im Moment habe anbieten können. Er hat sich immer sehr professionell verhalten, trainiert fleißig und hart und jetzt hat Porto uns und ihm die Möglichkeit gegeben, João viel Spielzeit einzuräumen und ihm somit viel Verantwortung zu übergeben“, ergänzt VfL-Chefcoach Gudjon Valur Sigurdsson: „Wir freuen uns für ihn und werden ihm diesen Schritt ermöglichen. Natürlich bleiben wir in Kontakt und hoffen, dass wir ihn später wieder hier in Gummersbach begrüßen dürfen. Für die kommenden Aufgaben wünschen ihm nur das Beste.“
Gummersbach startet mit furiosem Heimsieg über Flensburg ins Jahr 2026

Anlässlich des 20. Spieltags in der DAIKIN HBL hat sich der VfL Gummersbach am Dienstagabend seinen ersten Sieg im ersten Pflichtspiel in 2026 gesichert. Gegen die SG Flensburg-Handewitt gewann die Mannschaft von Cheftrainer Gudjon Valur Sigurdsson in der mit 4.132 Zuschauern zum 40. Mal hintereinander bei einem Bundesligaspiel ausverkauften SCHWALBE arena deutlich mit 33:26 (16:12). In einer hektischen ersten Halbzeit hatten die Gastgeber angeführt vom bärenstarken Keeper Dominik Kuzmanović bereits Vorteile auf ihrer Seite, als sie in Hälfte zwei noch einmal richtig aufdrehten und die Gäste aus dem hohen Norden zum Bundesliga-Restart eiskalt erwischten. Durch den Heimerfolg blicken die Oberbergischen auf ein Punktekonto von 27:13 und rangieren auf dem sechsten Tabellenplatz.
In einer temporeichen und stimmungsvollen Anfangsphase traf erst der vierte Wurf eines Spielers ins Tor, als Ellidi Vidarsson nach exakt zwei Minuten zur 1:0-Führung für den VfL einnetzte. Nur 20 Sekunden später erhöhte Miro Schluroff auf 2:0 und in Minute vier auf 4:1. In der Defensive war Kuzmanović im Tor der Gummersbacher von Beginn an gut aufgelegt und parierte in der neunten Minute bereits den vierten Flensburger Wurf, woraufhin Miloš Vujović auf der anderen Seite zum 5:2 traf. In der elften Minute war es wieder der kroatische Schlussmann, der mit einer weiteren Parade den Gegenangriff einleitete, den Miro Schluroff erfolgreich zum ersten Vier-Tore-Vorsprung abschloss (7:3, 12. Minute).
Es folgten kleine Unaufmerksamkeiten im Passspiel der Oberbergischen, so dass die Flensburger mit einem 3:0-Lauf den Vorsprung der Hausherren auf einen Treffer verkürzten (7:6, 13. Minute). Im gesamten Verlauf blieben die Gastgeber jedoch die Mannschaft, die mehr Akzente setzen konnte. Drei VfL-Tore hintereinander durch Julian Köster (2) und Kay Smits zwischen der 16. und 18. Minute stellten den Vier-Tore-Abstand wieder her (11:7). In der 22. Minute kam zudem Neuzugang Ludvig Hallbäck zu seinem ersten Treffer im blau-weißen Trikot (12:8). Dabei wurde es teilweise wild auf der Platte, als beide Teams vielversprechende Chancen nicht verwerten konnten und sich ungewohnte Ballverluste im Spielaufbau leisteten. Insgesamt blieben die Gummersbacher die zielsicherere Mannschaft. Nach dem 14:10 durch Kristjan Horžen (27. Minute) verpasste der VfL gar eine höhere Führung zur Pause und musste stattdessen zwei schnelle Gegentore hinnehmen (14:12), bevor es dann doch mit Ertönen der Halbzeitsirene mit einer Vier-Tore-Führung in die Kabine ging (16:12).
Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff sorgte Vidarsson erstmals für einen Fünf-Tore-Vorsprung seines Teams (17:12, 31. Minute). Mit einer guten Portion Mut und der nötigen Zielstrebigkeit verteidigten die Oberbergischen ihre Führung und trafen durch einen Doppelpack von Vujović zum 19:14 (34. Minute). Die Blau-Weißen hielten das Tempo hoch und spielten ihre Angriffe nun konsequenter aus als noch im ersten Durchgang. So spielten sich die Gastgeber regelrecht in einen Rausch. Ein zwischenzeitlicher 4:0-Lauf durch Köster, Schluroff, Vidarsson und Štěpán Zeman brachte das Sigurdsson-Team in Minute 37 mit 23:15 in Front. Vidarsson erhöhte den Abstand zur SG in der 40. Minute gar auf neun Treffer (25:16).
Bis in die Schlussphase hinein kontrollierten die Gummersbacher die Partie und ließen nichts mehr anbrennen. Auf das 27:19 durch Hallbäck in der 47. Minute folgte in der 52. Minute der Treffer durch Smits zum 30:21. Mit dem darauffolgenden Tor zum 31:21 setzte Vidarsson in Minute 54 nicht nur einen weiteren Meilenstein in Richtung Heimsieg, sondern führte auch erstmals eine zweistellige Führung seiner Mannschaft herbei. Die Hausherren gaben sich bis zum Schlusspfiff keine Blöße und fuhren schlussendlich einen ungefährdeten 33:26-Heimerfolg ein.
Am Donnerstag, den 19. Februar, wartet um 19 Uhr das nächste Heimspiel der Saison auf den VfL Gummersbach. Am 22. Spieltag gastiert der ThSV Eisenach in der SCHWALBE arena. Resttickets für die Partie können nach Verfügbarkeit unter vfl-gummersbach.de/tickets/ erworben werden.
Trainerstimmen:
Gudjon Valur Sigurdsson (VfL Gummersbach): Ich kann heute nicht viel meckern. Vor dem Spiel wussten wir – wie die SG auch – nicht, wo wir stehen. Wir waren die glücklichere Mannschaft, weil wir zu Hause gespielt haben und konnten die Energie der Halle nutzen. Wir haben von Anfang an überragend gedeckt und versucht zu rotieren. Tilen Kodrin hatte sich erst kurz vor dem Spiel krankgemeldet, Kristjan Horžen konnte am Anfang nicht auf der Bank sitzen, weil es ihm nicht gut ging und Miro hatte auch mit etwas zu kämpfen. Gut war für uns, dass Kuzma so gut gehalten. Auch wenn wir zu viele Fehler in der ersten Halbzeit gemacht haben, konnten wir insgesamt genug Druck entwickeln. Ich bin stolz und glücklich, wie die Jungs das gemacht haben und deshalb haben sie sich auch einen freien Tag morgen verdient.
Aleš Pajović (SG Flensburg-Handewitt): Gratulation an Gummersbach. Die Niederlage tut weh, denn das war nicht unser Plan. Man kann in Gummersbach verlieren, aber nicht so. Man hat schon vom Start weg gesehen, dass wir nicht komplett da waren. Wir haben eine gute Vorbereitung gehabt, aber das Spiel heute müssen wir besser machen. Das war nicht die SG. Wir können natürlich in der EM Ausreden suchen, aber wir müssen uns auf uns konzentrieren und es besser machen. Wir haben genug Qualität und damit muss man
solche Spiele besser bestreiten, auch wenn es schwer ist. Wir müssen das alles jetzt analysieren und uns auf das nächste Spiel konzentrieren. Heute war es von unserer Seite aus zu wenig.
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