VfL zieht durch Derbysieg gegen den BHC ins DHB-Pokal-Viertelfinale ein – Nächster Halt THW Kiel

Julian Köster war wieder mit von der Partie – © Sportfoto-Sale (DR)

Gummersbach. (PM VFL / PM BHC) Am Donnerstagabend hat der VfL Gummersbach im Achtelfinale des DHB-Pokals seine Klasse bewiesen und ist zum vierten Mail in Folge in die Runde der letzten acht Mannschaften eingezogen.

Gegen den Lokalrivalen des Bergischen HC feierte das Team von Chefcoach Gudjon Valur Sigurdsson einen lange hart erkämpften 29:24 (17:14)-Sieg. 2.715 Zuschauer in der SCHWALBE arena verfolgten eine schwierige erste Halbzeit der Hausherren, die ungewohnte Schwächen im Torabschluss zeigten. Der VfL, der verletzungsbedingt neben Teitur Einarsson, Tom Kiesler und Kentin Mahé auch auf Ellidi Vidarsson verzichten musste, schaffte es dennoch sich zur Halbzeit einen kleinen Vorsprung herauszuspielen und einer erneuten Schwächephase am Anfang der zweiten Hälfte zu trotzen. Erst in der Schlussphase der Partie fand der Erstligist seine Souveränität zurück und ließ keinen Zweifel mehr am Ausgang der Begegnung. Auf wen der VfL Ende Dezember im Viertelfinale trifft, entscheidet sich noch heute Abend im Anschluss an die Begegnung zwischen den Rhein-Neckar Löwen und den Füchsen Berlin.

Den ersten Treffer der Partie erzielte Rückkehrer Julian Köster, der nach überstandener Knieverletzung erstmals seit September wieder phasenweise auf der Platte stand (1:0, 1. Minute). Die Hausherren fanden gut ins Spiel und gingen in der sechsten Minute durch das Tor von Tilen Kodrin erstmals mit zwei Treffern in Front (4:2). Die Gastgeber stellten eine stabile Abwehr gegen engagierte Gäste aus Wuppertal und Solingen. Zwischen den Pfosten präsentierte sich Bertram Obling hellwach und parierte nach einem freien Wurf aus dem Spielgeschehen in Minute zehn auch einen Siebenmeter des BHC, woraufhin zwei schnelle VfL-Tore den Spielstand auf 6:2 schraubten und sich Obling ein weiteres Mal durch einen gehaltenen Strafwurf auszeichnen konnte (11. Minute).

Trotz ihrer spielerischen Überlegenheit taten sich die Gummersbacher in der Folge schwer Profit aus ihren Angriffen zu schlagen. Ein 3:0-Lauf des Bergischen HC ließen den Vorsprung in der 16. Minute stattdessen auf ein Tor schmelzen (7:6), ehe die Gäste die Gastgeber in Minute 21 nach einem erneuten Fehlwurf der Hausherren erstmals in Rückstand brachten (8:9). Auf der Gegenseite ließ das Sigurdsson-Team seine Wurfeffizienz vermissen, während der BHC durch schnelle und präzise Abschlüsse zum Erfolg kam. Erst nach dem ersten Zwei-Tore-Rückstand (9:11) fand das Spiel der Blau-Weißen durch Kapitän Köster wieder ihre Ordnung, der in der 24. Minute auf 10:11 verkürzte. Zudem hielt der frisch eingewechselte Mykola Protsiuk mit zwei Treffern hintereinander den Abstand gering (13:14, 26. Minute), musste allerdings unmittelbar nach seinem Doppelpack schon wieder verletzt ausgewechselt werden. Ein Aufbäumen der Oberbergischen in den Schlussminuten der ersten Halbzeit stellte die Begegnung erneut auf den Kopf. Ein 5:0-Lauf der Oberbergischen resultierte dementsprechend in eine 17:14-Halbzeitführung.

Im zweiten Durchgang schlug das Pendel zu Beginn in Richtung der Gäste aus, die das Spiel binnen weniger Minuten wieder offen gestalteten und zum 18:18 ausglichen (36. Minute). Nach zwei Pfostentreffern in Folge fanden die Gummersbacher dank ihres starken Rückhalts in der Defensive um Keeper Obling auch offensiv wieder in ihren Rhythmus. So traf Kristjan Horžen in der 42. Minute zum 21:18 und Kodrin in der 44. Minute zum 23:19 für den VfL. Zwei weitere Treffer durch Ole Pregler und Miro Schluroff brachte den Oberbergischen in der 50. Minute einen erstmals komfortablen Vorsprung ein (25:19).

In den Schlussminuten gaben sich die Oberbergischen keine Blöße mehr und hatten die Nachbarn des Bergischen HC weitgehend im Griff. Schluroff, der zum Ende der Partie noch einmal aufdrehte, sorgte in der 53. Minute für das 27:22. Drei Minuten vor dem Ende kam zudem U20-Akteur Tom Koschek zu seinem Pflichtspieldebüt bei den Profis der Gummersbacher. In der 59. Minute zeichnete sich noch einmal Obling im Tor des Erstligisten durch eine starke Parade aus, ehe die Partie durch den letzten Treffer von Horžen zum 29:24 ihr Ende fand.

Seine nächste Partie bestreitet der VfL Gummersbach am kommenden Dienstag, den 19. November, um 18:45 Uhr im Rahmen der EHF European League gegen den isländischen Vertreter FH Hafnarfjördur. Tickets für die Partie in der SCHWALBE arena können unter vfl-gummersbach.de/tickets/ erworben werden.

Gerdas Babarskas – – © Sportfoto-Sale (DR)

Löwengebrüll – Stimme zum Spiel

Arnor Gunnarsson (BHC): „Wir verwerfen zwölf freie Bälle. Das ist zu viel gegen Gummersbach, auch wenn wir auswärts spielen. Es war gut, dass wir nach dem frühen Rückstand zurückgekommen sind und dann mit unserem Abwehr-Tempospiel die Führung übernommen haben. Die Unterzahl vor der Pause hat uns weh getan, und wir haben auch ein paar Paraden zu wenig bekommen. Trotzdem kommen wir gut aus der Halbzeit, verwerfen dann aber wieder ein paar Bälle und zum dritten Mal einen Siebenmeter. Das genügt dann leider nicht, um das Spiel zu gewinnen.“

VfL Gummersbach – Bergischer HC 29:24 (17:14)
VfL Gummersbach:
Kuzmanovic, Obling – Kodrin (4), Vujovic (3/3), Köster (5), Blohme (2), Häseler, Schluroff (7), Tskhovrebadze, Pregler (1), Horzen (5), Protsiuk (2), Koschek, Zeman.
Trainer: Gudjon Valur Sigurdsson
Bergischer HC: Rudeck, Diedrich – Giesselmann (2), Massoud, Babarskas (4), Servos (1), Granlund (2), Morante (5), Gislason (1), Seesing, Thiele (1), M´Bengue (6), Wasielewski, Fraatz (2), Fuchs.
Trainer: Arnor Gunnarsson

Schiedsrichter: Marcus Hurst und Mirko Krag
Siebenmeter: 3/3 – 0/3
Zeitstrafen: 3 – 3 (Horzen, Zeman (x2) – Seesing (2), Babarskas)

DHB-Pokal 2024/25: Viertelfinalpartien ausgelost – Melsungen trifft auf Flensburg und Zweitliga-Duell in Coburg

Köln/Heidelberg. (PM DHB) Nur wenige Minuten nachdem sich die Rhein-Neckar Löwen als letztes Team für das Viertelfinale im DHB-Pokal 2024/25 qualifizieren konnten, hat Handball-Nationalspielerin Xenia Smits die Runde der letzten Acht ausgelost. Diese wird am 18. und 19. Dezember ausgespielt und zeitnah terminiert.

Zwei Wochen bevor Smits mit der DHB-Auswahl in die Europameisterschaft in Österreich, der Schweiz und Ungarn startet (28. November bis 15. Dezember), zog die Nationalspielerin von der HB Ludwigsburg folgende Viertelfinalpartien aus dem Lostopf:

Die Viertelfinalpartien im Überblick:
MT Melsungen vs. SG Flensburg-Handewitt
Rhein-Neckar Löwen vs. ThSV Eisenach
HSC 2000 Coburg vs. HBW Balingen-Weilstetten
THW Kiel vs. VfL Gummersbach

Melsungen gegen Flensburg bedeutet die Neuauflage eines Halbfinals des DHB-Pokalwettbewerbs 2023/24. Der ThSV Eisenach reist zum Pokalsieger von 2023, in Coburg kommt es zum Zweitliga-Duell zwischen dem HSC und dem HBW Balingen-Weilstetten. Außerdem empfängt der Rekordpokalsieger THW Kiel den VfL Gummersbach im Kampf um das Ticket für Köln.

Die vier Siegerteams qualifizieren sich für das große Finalwochenende um den DHB-Pokal, das am 12. und 13. April 2025 in der dann mit fast 20.000 Besucherinnen und Besuchern ausverkauften Kölner LANXESS arena ausgetragen wird.

Ab dem 01.01.2025 greift das neue Namensrecht. Das Highlight-Event des deutschen Handballs heißt dann aufgrund der neuen Vergabe durch die HBL „Lidl Final4“. Tickets sind bereits jetzt im offiziellen Ticketshop erhältlich.

Die verbleibenden Pokal-Spieltermine 2024/25: 
Viertelfinale: 18./19. Dezember 2024    
Halbfinale & Finale um den DHB-Pokal: 12. & 13. April 2025 (inkl. Spiel um Platz 3)

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