Wild Wings entführen zwei Punkte aus Iserlohn

Iserlohner Torjubel – © Sportfoto-Sale (Jan Brüggemann)

Iserlohn. (MK) Die Schwenninger Wild Wings haben am Sonntagnachmittag zwei Punkte in Iserlohn gewonnen. Nach Penaltyschießen siegten das Team vom Neckarsprung mit 3:4 an Iserlohner Seilersee.

Packendes Auftaktdrittel

Mit hohem Tempo und großer Intensität in den Zweikämpfen starteten beide Teams ins Spiel. Schon in der ersten Minute wurde jeweils eine Strafe gegen beide Teams verhängt. Klare Torchancen waren zunächst Mangelware. Nach dem ersten Powerbreak verpasste das Iserlohner Duo Thomas/Napravnik die Führung nur um Zentimeter. Feist scheiterte auf der Gegenseite (12.) an Hane. Fischbuchs Strafe (14.) konnte Tyson Spink mit der besten Gästechance nicht ausnutzen. Wieder vollzählig scheiterten Cornel (17.) und Huss noch per Bauerntrick für die Hausherren. 19 Sekunden vor der Pausensirene konnte Wild Wings Goalie Bitzer Ugbekiles Schuss nicht sichern und Napravnik drückte als Nutznießer den Puck zur 1:0 Pausenführung der Roosters über die Linie.

Schwenningen im zweiten Drittel einen Tick besser

Karachuns Strafe blieb zu Beginn des zweiten Drittels ohne Folgen für die Wild Wings. Nach knapp zweieinhalb Minuten nahm Iserlohns Headcoach Stefan Nyman seine Auszeit, um nachzujustieren. Eine Maßnahme, die er auch in der Vorbereitung schon einige Male praktiziert hatte. Schwenningen machte den Gastgebern das Leben weiter schwer, aber auf Hane im Tor der Roosters war einige Male Verlass. Während Tylor Spinks Strafe (26.) standen die Gäste vom Neckarsprung mächtig unter Druck, aber Napravnik und Thomas scheiterten an Bitzer im SERC-Kasten. Thomas und Elten (beide 31.) scheiterten mit guten Roosters-Chancen. Für die Schützlinge von Gästetrainer Walker hatten Feist (33.) und Platzer bei einem 2-1 Konter den Ausgleich auf dem Schläger, aber die Rechnung ohne Iserlohns Torsteher Hane gemacht. Mit der knappen 1:0 Führung ging es in die zweite Pause. Lassens kurz zuvor ausgesprochene Strafe ging mit 55 Sekunden mit ins letzte Drittel. Hinzu kam eine weitere Strafe gegen Ugbekile. Insgesamt hatten die Wild Wings in diesem Abschnitt einen Tick mehr vom Spiel.

Wild Wings gelingt zwei Mal der Ausgleich

Schwenningen startete somit in doppelter Überzahl ins Schlussdrittel. Nach 45 Sekunden netzte Tyson Spink den Querpass seines Zwillingsbruders Tylor zum 1:1 an Hane vorbei in die Maschen. Ärgerlich für Iserlohn, dass Napravnik nach klugem Zuspiel von Boland in der 48. Minute die erneute Führung der Hausherren verpasste. Uviras Strafe, nach Foul an Wood, bescherte den Roosters das nächste Powerplay. Prompt schlugen die Roosters erneut zu. Einen Pass in die halbrechte Position netzte Thomas direkt zum 2:1 ein. Bitzer war ohne Chance. Schwenningen meldete sich keine drei Minuten später zurück. Nach Patzers Schuss wusste Hane nicht, wo der Puck ist und der gedankenschnell reagierende Feist schob das Spielgerät zum Ausgleich über die Linie. Bis zum Ende der regulären Spielzeit drängten die Roosters zwar auf den dritten Treffer, aber Bitzer & Co hielten Stand.

Böses Foul von Platzer in der Overtime

Die Entscheidung wurde in die Overtime vertagt. Höfflins Strafe nach 66 Sekunden blieb ohne Folgen für die Gäste. Aber gerade wieder vollzählig „holzte“ Platzer Jentzsch auf den Arm. Die Konsequenz daraus 5 + Spieldauer für Schwenningens #88. Iserlohns Törnqvist kassierte ebenfalls zwei Minuten. Das aus der großen Strafe resultierende Powerplay konnte Iserlohn nicht mehr nutzen.

Im anschließenden Penaltyschießen traf nur Fischbuch für Iserlohn, während Tyson Spink zwei Mal verwandeln konnte.
Somit gehen zwei Punkte mit in den Bus nach Schwenningen.

Kommenden Freitag beide Teams im Heimspielmodus

Mit der Wochenendausbeute von vier Punkten kann man am Seilersee sicherlich ganz gut leben. Zum Gesundheitszustand von Taro Jentzsch lagen nach Spielende noch keine Infos vor. Nach dem Überraschungscoup am Freitag in Ingolstadt, wäre gegen Schwenningen in einem Duell auf Augenhöhe auch mehr drin gewesen. Die Liga ist eben sehr ausgeglichen.

Am kommenden Wochenende stehen für Iserlohn zwei weiter Standortbestimmungen gegen Nürnberg und in Augsburg an. Schwenningen feiert am Freitag seine Heimpremiere gegen Köln und muss am Sonntag nach Frankfurt.

Statistisches

Tore: 1:0 (19:41) Napravnik (Ugbekile), 1:1 40:45) Tyson Spink (Tylor Spink/Höfflin) 5-3PP, 2:1 (51:42) Thomas (Fischbuch/Ugbekile) 5-4PP, 2:2 (54:27) Feist (Patzer), 2:3 Tyson Spink PEN
Schiedsrichter: Schrader, Hebert (Jürgens / Treitl)
Strafen: 10 – 35
Zuschauer: 4759

Iserlohn: Hane – Lassen, Erkamps; Ugbekile, Wood; Huss, Norell; Elten – Salsten, Neumann, Törnqvist; Napravnik, Boland, Thomas; Jentzsch, Cornel, Fischbuch; Saffran, Nieleck, Alberg;
Schwenningen: Bitzer – Weber, Marshall; Martinsson, Larkin; Trivellato, Bittner; Hübner – Karachun, Szwarz, Uvira; Tyson Spink, Tylor Spink, Scheel; Feist, Platzer, Senyshin; Hänelt, Höfflin, Bassen

Besonders positiv aufgefallen sind:
IEC: Ugbekile, Fischbuch, Thomas
SERC: Bitzer, Feist, Martinsson, die Spinks (wie immer)

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