„Zeynep“: 450 sturmbedingte Einsätze / 1.400 Einsatzkräfte leisten großartige Arbeit

Grafik: Hannah Heyn / Märkischer Kreis

Märkischer Kreis. (pmk) Das Sturmtief „Zeynep“ ist am Freitagabend bis in die Nacht hinein mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h durch den Märkischen Kreis gefegt.

Umgestürzte Bäume, verwehte Gegenstände, Straßensperrungen und kurzzeitige, engräumige Stromausfälle waren die Folgen. Die Sturmbilanz im Kreis:
Sturmtief Nummer drei mit dem Namen „Zeynep“ hat im Märkischen Kreis für mehr Einsätze und Straßensperrungen gesorgt, als die Vorgänger in dieser Woche. Bis Samstag, 12 Uhr, wurden insgesamt mehr als 450 sturmbedingte Einsätze im Kreisgebiet gezählt. Zum Vergleich: Am Mittwoch und Donnerstag waren es knapp 200. Es gab zahlreiche umgestürzte Bäume, verwehte Gegenstände, mehr als 20 Straßensperrungen in der Spitze und engräumige Stromausfälle in Iserlohn-Sümmern und Schalksmühle. Auf der Werdohler Straße in Lüdenscheid waren am Freitagabend kurzzeitig zwei Busse der MVG zwischen Bäumen eingeschlossen. Die gute Nachricht: Verletzte Personen sind in Zusammenhang mit dem stürmischen Wind bislang nicht bekannt (Stand: 19. Februar, 12 Uhr).

Michael Kling: „Herausforderndes, aber kein dramatisches Szenario“

Kreisbrandmeister Michael Kling aus der Stabstelle im Brandschutz- und Rettungsdienstzentrum (BRZ) Rosmart zieht Bilanz eines unruhigen Abends: „Im Kreisgebiet ist der Wind am Freitag ab 16 Uhr deutlich aufgefrischt. Zwischenzeitlich war es dann mal etwas ruhiger, ehe der Sturm ab 20 Uhr deutlich an Stärke zunahm. Zwischen 20 und 21 Uhr gab es dann auch die meisten Einsatzmeldungen. Nach 22 Uhr beruhigte sich die Situation merklich.“ Klings Resümee: „Es war ein herausforderndes, aber kein dramatisches oder katastrophales Szenario.“ Im BRZ erfolgte gemeinsam mit der Kreisleitstelle (zehn Disponenten) der Informationsfluss an die Feuerwehren und die Koordination der Einsätze. „Die Einsatzleitung ist in kommunaler Hand geblieben. Dieses Konzept und diese Stabsstruktur haben sich auch diesmal wieder hervorragend bewährt. Die sehr gute Zusammenarbeit der Feuerwehren macht sich bezahlt und hat sich etabliert.“

Aufräumarbeiten dauern noch an

Insgesamt 1.400 Kräfte von Feuerwehren und Hilfsorganisationen (Technisches Hilfswerk, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser Hilfsdienst und Arbeiter-Samariter-Bund) waren im Einsatz. Bei den Vorgänger-Stürmen in dieser Woche waren es noch knapp 800. Die Aufräumarbeiten dauern am Samstag an. Die wenigen verbliebenen Einsatzstellen werden nach und nach abgearbeitet.

Bis voraussichtlich Dienstag kann es weiterhin zu Sturm- und vereinzelt auch zu Orkanböen im Märkischen Kreis kommen. Daher bitte Wälder meiden, Gegenstände im Freien sichern, vorsichtig fahren, Autos möglichst nicht in Baum- oder Waldnähe abstellen und die weitere Entwicklung beobachten:

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