Zu Karneval: Drachen, Aufbau-Magier und Feuervögel

Hagens Coach Ingo Freyer - © by Iserlohner-Nachrichten (MK)
Hagens Coach Ingo Freyer – © by Iserlohner-Nachrichten (MK)
Hagen. (PM Phoenix) Am Karnevalssamstag erwartet Phoenix Hagen die Artland Dragons in der ENERVIE Arena. Die Partie des 22. Spieltags der Beko Basketball Bundesliga beginnt um 18.30 Uhr. „Wir möchten noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass das Spiel um einen Tag vorverlegt worden ist“, sagt Phoenix-Geschäftsführer Oliver Herkelmann. Die Partie war ursprünglich für Sonntagnachmittag angesetzt.

Es ist fraglos ein großer Name, der sich zu Karneval ein Stelldichein in Hagen gibt. Der Pokalsieger von 2008 erreichte im Vorjahr das Playoff-Halbfinale, ist regelmäßiger Eurocup-Teilnehmer und konnte den Kader des Vorjahres weitestgehend zusammenhalten. „Quakenbrück ist herausragend besetzt. Wenn man sich alleine die Qualität eines David Holston anschaut oder die Vita eines Brandon Thomas, dann ist klar: Das ist auf jeden Fall ein Playoff-Team“, weiß Feuervögel-Coach Ingo Freyer. Die Dragons starteten gut in die Saison, hatten zuletzt aber ein paar Schwierigkeiten. Acht der vergangenen zehn Partien gingen verloren.
Die Mannschaft von Tyron McCoy ist darum derzeit nur Neunter.

Der kleine Aufbau-Magier David Holston (11,1 Punkte, 5,8 Assists), der europäisch ebenso gestählte Antonio Graves (12,3 Punkte) sowie der 44-fache A-Nationalspieler Bastian Doreth und A2-Nationalspieler David McCray besetzen die Guard-Positionen. Mit dem Ex-Bayern Brandon Thomas
(12,1 Punkte) und dem eingebürgerten Shooter Chad Toppert teilen sich zwei korbgefährliche Akteure die kleine Flügelposition. „Das sind alles Spieler, die heiß laufen können, wenn man sie nicht aggressiv verteidigt. Das haben wir in der letzten Woche in Göttingen gut gemacht, daran müssen wir gegen die Dragons anknüpfen“, so Freyer.

Auf der Power-Forward-Position spielen der vielseitige Lawrence Hill (10,0 Punkte, 5,0 Rebounds) und Neuzugang Dennis Horner. Unter den Brettern müssen die Quakenbrücker seit einigen Wochen auf den verletzten Anthony King (Muskelbündelriss in der Wade) verzichten. Für ihn wurde der 2,11 m große und 129 kg schwere Kenneth Frease zurückgeholt, der bereits
2013/2014 das Drachen-Trikot trug. Auch Andreas Seiferth (35
A-Länderspiele) und Guido Grünheid (37 A-Länderspiele) schließen die durch den King-Ausfall entstandene Lücke. „Es ist schon beeindruckend, wer da alles zum Kader gehört. Dennoch: Wir haben das Hinspiel knapp gewinnen können und sind nach dem Erfolg in Göttingen selbstbewusst“, gibt sich Ingo Freyer optimistisch.

Die ganz große Stärke der Dragons liegt an der Dreipunktelinie. Bis auf Frease und Seiferth werfen alle Spieler gut und viel. Gleich fünf Akteure haben eine Distanzwurfquote von über 40 Prozent. Kein Team trifft mehr Dreier pro Partie als die Quakenbrücker (10,1 pro Spiel). „Es ist immer leicht gesagt, aber das ist einer der Schlüssel: Wir müssen die Artland Dragons an der Dreierlinie in den Griff bekommen“, so Freyer. Dazu erwartet er von seinen Akteuren ein Höchstmaß an Konzentration: „Bis auf die ersten Minuten haben wir uns in Göttingen keine gravierenden Aussetzer in der Defensive erlaubt. Diese Hingabe müssen wir am Samstag wieder entwickeln.“

Eine gute Trainingswoche hilft dabei, an den Automatismen zu arbeiten. In den letzten Einheiten konnte Freyer endlich einmal mit dem kompletten Team
üben: „Das macht sich sehr bemerkbar. Das Training wird wesentlich intensiver.“ Auch der Kader hat nun mehr Tiefe: „Dino Gregory ist noch nicht lange bei uns. Keith Ramsey, Urule Igbavboa, Larry Gordon und Fabian Bleck waren verletzt. Ich wünsche mir jetzt einfach, dass wir für den Rest der Saison von weiteren Verletzungen verschont bleiben und dass wir konzentriert arbeiten können.“

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