Dieter Hecking nach Niederlage gegen Freiburg: Läuft nun auf den Dreikampf um den Relegationsplatz hinaus“ – Neuzugang Masouras perfekt

Bochum Freiburg – © Sportfoto-Sale (MK)

Bochum. (MK) Wille und Engagement waren beim VfL Bochum gegen den SC Freiburg da. Das Ergebnis war aber dann doch nicht nach dem Wunsch des VfL: Mit 0:1 unterlagen die Bochumer den Breisgauern.

Bochum begann verhakten mit Bedacht auf Sicherung der eigenen Abwehr. Ärgerlich für den VfL, dass Holtmanns Lattenkracher (21.) nicht im Tor landete. Broschinski (28.) und Holtmann (31.) hatten weitere Halbchancen. Freiburg dagegen energischer: Sildillia gewann nach Günters Ecke das Luftduell gegen Hofmann und köpfte zum schmeichelhaften 0:1 ein.

Bochum zeigte in der zweiten Halbzeit zunächst wenig Willen den Druck nachhaltig zu erhöhen. Das änderte sich mit den Einwechselungen von Boadu, Miyoshi und Neuzugang Krauß ab der 63. Minute. Speziell Boadu hatte einige gute Gelegenheiten, die aber letztendlich nicht im Zeil landeten. Freiburg brachte den Vorsprung routiniert ins Ziel.

Durch die Niederlagen von Heidenheim und Kiel bleibt die Situation im Tabellenkeller unverändert. Für Bochums Headcoach Hecking läuft es nun auf den Dreikampf um den Relegationsplatz hinaus.
Nächster Halt für den VfL ist nächste Woche in Kiel. Danach kommt der in Heidenheim erfolgreiche BVB anne Castroper.

Dieter Hecking (Cheftrainer VfL Bochum 1848): „Insgesamt haben wir ein sehr ordentliches Spiel gemacht. Es war nicht ganz einfach, dass wir durch die Erkrankung von Felix Passlack kurzfristig umstellen mussten. Wir wollten es in einem 4-3-3 angehen. Das hat ganz gut gepasst auf das System vom SC Freiburg. Wir wollten uns nicht sofort auf den offenen Schlagabtausch einlassen. Wir wollten wenig zulassen und Kontrolle über das Spiel bekommen. Freiburg hat sehr gute Fußballer in ihren Reihen, diese wollten wir nicht ins Spiel kommen lassen. Wir hatten etwas Pech mit dem Lattenschuss. Bei zwei, drei Umschaltmomenten hätte ich mir gewünscht, dass wir weiter Richtung Tor laufen. Daraus hätte viel mehr werden können. Über das Gegentor bin ich stinksauer, das war total unnötig. Den Freistoß vorm Eckball dürfen wir niemals verursachen. Wir wollten nach der Halbzeit wieder mehr Leidenschaft entfachen. Das ist uns gelungen. Wir müssen uns aber an die eigene Nase fassen, die Torabschlüsse waren teils zu überhastet. Es ist sehr, sehr ärgerlich. Wir wissen aber, warum wir da stehen, wo wir stehen. Das klare Ziel ist der Relegationsplatz. Ich habe heute eine Mannschaft gesehen, die sehr engagiert gespielt. Am Ende zählen aber Punkte.“

Zweiter Neuzugang perfekt

Georgius Masouras mit Ilja Kaenzig – © VfL Bochum 1848 Media

Bochum. (PM VfL) Der zweite Neuzugang der Wintertransferperiode ist perfekt.

Der VfL Bochum 1848 leiht Georgios Masouras bis zum Saisonende der laufenden Spielzeit aus. Beim griechischen Rekordmeister Olympiakos Piräus kam der 31-Jährige bislang in 279 Pflichtspielen zum Einsatz und erzielte dabei 57 Treffer und gab 32 Vorlagen.

Den meisten deutschen Fans dürfte der griechische Nationalspieler (47 Einsätze) noch als Torschütze in Erinnerung geblieben sein, schließlich traf Georgios Masouras bei der EM-Generalprobe im vergangenen Sommer zum zwischenzeitlichen 1:0 gegen die DFB-Elf. In der Offensive kann der Rechtsfuß beide Außenbahnen bespielen, wurde zudem auch schon als hängende Spitze eingesetzt. Seine Laufbahn nahm bei Panionios Athen richtig Fahrt auf (152 Spiele, 24 Tore), mit den Hauptstädtern erreichte er sogar die Qualifikation zur Europa League. Zu Beginn des Jahres 2019 wechselte er zum renommiertesten und erfolgreichsten Club Griechenlands, zu Olympiakos Piräus. Als Teil des rot-weißen Teams gewann Masouras dreimal hintereinander die Meisterschaft (2020 bis 2022), wurde zudem in der Saison 2019/20 Pokalsieger. Die Krönung aus persönlicher Sicht dürfte die zweimalige Auszeichnung zu „Griechenlands Fußballer des Jahres“ (2021 und 2022) gewesen sein, gefolgt vom Gewinn der UEFA Conference League im vergangenen Jahr – dem ersten Europapokaltriumph einer griechischen Mannschaft überhaupt.

„Dass wir Georgios Masouras verpflichten konnten, ist schon außergewöhnlich“, sagt VfL-Cheftrainer Dieter Hecking. „Er kann in der Offensive variabel eingesetzt werden und soll unserem Angriff neue Impulse und viel Schwung geben. Georgios ist international erfahren, auch auf hohem Niveau, sodass wir davon ausgehen, dass er sich schnell an das Tempo und die Spielweise der Bundesliga gewöhnen wird. Was mir persönlich sehr gut gefällt: Er wollte unbedingt zum VfL, brennt für die Herausforderung und will sich in der Bundesliga beweisen. “

Der griechische Neuzugang zeigt sich hocherfreut: „Ich bin glücklich, dass der Schritt zum VfL Bochum geklappt hat. Ich kann den Fans versprechen, dass ich mein Bestes geben werde, damit wir erfolgreich sind. Mein Ziel war die Bundesliga, dem bin ich nun ganz nah. Jetzt schaue ich gespannt nach vorne und freue mich darauf, mein neues Team und die neue Umgebung kennen zu lernen“, sagt Georgios Masouras.

Spielerdaten GEORGIOS MASOURAS

• Geburtsdatum/-ort: 01.01.1994 in Kechrinia/GRE
• Größe: 180 cm
• Gewicht: 74 kg
• Nationalität: Griechenland
• Super League 1 (GRE) Spiele/Tore: 302/62
• Champions League Spiele/Tore: 26/2
• Europa League Spiele/Tore: 43/7
• Conference League Spiele /Tore: 8/0
• Länderspiele/Tore: 47/10, 8/0 (U21)

Erfolge: Griechischer Meister (2022, 2021, 2022), Griechischer Pokalsieger (2020), UEFA Conference League Sieger (2024)

Auszeichnungen: Fußballer des Jahres in Griechenland (2021, 2022)

Bisherige Vereine: Olympiakos Piräus (GRE, seit 01/2019), Panionios Athen (GRE, 2014 – 01/2019), Ilysiakos AO (GRE, 2012-14), Apollon Smyrnis (GRE, bis 2012), Omonoia Kechrinias (GRE)

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