
München. (MK) Der EHC Red Bull München hat am Sonntagnachmittag mit 6:0 einen Start-Ziel-Sieg gegen Iserlohn gefeiert.
Zwei frühe Treffer verliehen den Münchnern im Spiel zusätzlich Flügel. Über die gesamte Spielzeit hielten die bayerischen Landeshauptstädter Tempo und Intensität gleichbleibend hoch, während die sichtlich geschwächten Roosters Probleme hatten längere Druckphasen beim Spitzenteam zu entwickeln.
Münchens Kader unverändert, Iserlohn muss erneut umstellen
Münchens Trainer nahm den „Luxus“ in Anspruch auf exakt das gleiche Lineup zu setzen, wie am Freitag beim 6:3 Sieg in Straubing.
Wie schon in den letzten Wochen gab es im Lineup der nach wie vor von einer Grippewelle heimgesuchten Roosters einige Umstellungen. Hane rückte für Jenike ins Tor und Erkamps war zurück im Kader. Thomas, Napravnik, Alberg, Jentzsch, und Jobke waren nicht dabei.
In der aktuellen Saison gab es schon zwei Vergleichen zwischen Red Bulls und Roosters. Beie Teams konnten ihr Heimspiel jeweils mit 3:1 gewinnen.
Die Roten Bullen starten sehr gut ins Spiel
Die Red Bulls gingen mit dem ersten Schuss direkt in Führung. McKenna hatte sich über den rechten Flügel nach vorne gespielt, Maß genommen und extrem platziert ins rechte Eck zum 1:0 getroffen. Ferguson (4.) verpasste mit seinem Konter sogar das zweite Tor nur ganz knapp. Iserlohns erste Chance war durch Boland in der sechsten Minute zu verzeichnen. Den Start nach Maß machte Abeltshauser mit seinem Onetimer in der 7. Minute zum 2:0 perfekt. München behielt die Regie im Spiel, konnte Geigers Strafe (13.) aber nicht nutzen. Stattdessen hatte Iserlohns Törnqvist in Unterzahl sogar eine gute Schusschance. Wieder vollzählig fand auch Camara vor Bibeau nicht die Lücke zum Anschlusstreffer. Fast im Gegenzug scheiterte Oswald an Hane im IEC-Kasten. In der Schlussminute luchste Fischbuch Münchens Murphy die Scheibe ab, konnte aber frei vor Bibeau nicht erfolgreich abschließen. Hiroses Haken wurde in dieser Szene mit zwei Strafminuten geahndet.
Münchner nutzen Powerplay zur beruhigenden 3:0 Führung
Iserlohn startete mit 1:43 Minuten Powerplay in den Mittelabschnitt, aber es sprang keine echte Torchance heraus. Wieder vollzählig waren die nächsten Gelegenheiten für Daubner und Murphy auf Münchner Seite zu notieren. Iserlohn arbeitete sich vor allem defensiv, gestützt auf einen starken Hane, besser ins Spiel. München blieb aktiver, aber auch für die Roosters ergaben sich Möglichkeiten, wie durch Eisemenger (31.) mit einem verdeckten Schuss. Niehus´ Strafe (35.) nutzten die Red Bulls sieben Sekunden vor Ablauf der Hinausstellung durch Eisenschmid zum 3:0. Hirose hatte durch die Box den Schützen am linken Pfosten lauernd bedient. Ärgerlich für München, dass Routinier Ehliz in der Schlussminute den vierten Treffer verpasste und an Hane scheiterte. Insgesamt lief der Münchner Motor in diesem Abschnitt gleichmäßig auf Hochtouren, ohne allerdings eine große Menge an Torchancen zu kreieren.
Iserlohns Eisenmenger hatte im Schlussabschnitt die erste Chance (42.), traf aber nur den Helm von Bibeau. Mit dem nächsten Bully im Iserlohner Drittel beseitigte McKenna mit seinem zweiten Treffer alle Zweifel am Münchner Sieg. Aus dem Bullykreis traf er aus spitzem Winkel hart und platziert zum 4:0. Pech für Iserlohn und gleichzeitig Glück für Bibeau, dass Ugbekile (45.) nur dem Außenpfosten traf. Und auch in der 47. Minute war der Pfosten Bibeaus bester Freund, als Boland nach Vorarbeit von Camara am Gestänge scheiterte. Münchens Brooks erhöhte dagegen sehenswert nach Pass von Hirose (50.) sogar noch auf 5:0 für die Hausherren. Nach Saffrans Torschuss (52.) benötigten die Referees diverse Kameraeinstellungen und gute Adleraugen. Letztendlich entscheiden sie, dass der Puck nicht vollumfänglich hinter der Linie war. Die Entscheidung auf dem Eis lautete schon: „Kein Tor“. Und wenn es nicht läuft, dann kommt bekanntlich zum fehlenden Glück auch noch Pech hinzu. Abeltshauser brachte in der 57. Minute den Puck in Richtung Iserlohner Tor, wo McKenna abfälschte und der Puck aus der Luft über Hane hinweg vor der Torlinie aufsprang und dann über die Linie zum 6:0 trudelte. Aus Iserlohner Sicht ein absolut „krummes Ei“, das sich da ins Nest geschlichen hatte. Schreiner, der am Treffer beteiligt war, durfte sich über seinen ersten Scorerpunkt freuen. Camara wollte etwas später seinen Frust ein wenig am Youngster ausleben, durfte aber 55 Sekunden vor Spielende mit 2 + 10 Strafminuten den Weg in Richtung Kabine antreten. Dann war es aber auch geschafft. Münchens Sieg war perfekt.
Über sechzig Minuten war es ein absolut verdienter Sieg für München, das sein Spiel wie ein Uhrwerk abspulte. Es war der dreizehnte Sieg aus den letzten sechzehn Spielen für das Oliver-Team. Für die ersatzgeschwächten und schlapp wirkenden Iserlohner war an diesem Tag die Luft einfach raus und nicht mehr drin. Bibeaus dritter Shutout und McKennas erster DEL-Hattrick rundete einen gelungenen Hockeynachmittag für München ab und wurden entsprechend von den Fans gefeiert.
So geht es weiter / Tabelle
Der hochintensive Block in der Hauptrunde mit elf Spielen innerhalb der letzten 23 Tage ist mit dem Match in München abgeschlossen. Am kommenden Freitag geht es für beide Mannschaften weiter: Iserlohn empfängt Wolfsburg und München erwartet die Dresdner Eislöwen. Zwei Tage später treten die Roosters zum NRW-Derby in Köln an und München muss sich bei den Nürnberg Ice Tigers beweisen.
In der Tabelle hat sich wenig verändert. München bleibt in den Top-4 und einer der ärgsten Verfolger von Spitzenreiter Köln. Die Roosters rangieren weiter auf Platz zwölf mit sechs Punkten vor Frankfurt und 18 Zählern Vorsprung auf Schlusslicht Dresden. Außerdem haben die Sauerländern gegenüber den Eislöwen ein um 47 Tore besseres Torverhältnis.
Statistik
Tore: 1:0 (02:12) McKenna (Abeltshauser/Heatherington), 2:0 (06:58) Abeltshauser (Heatherington/Hirose), 3:0 (35:55) Eisenschmid (Hirose/Brooks) 5-4PP, 4:0 (42:30) McKenna (Fontaine), 5:0 (49:03) Brooks (Hirose/Oswald), 6:0 (56:30) McKenna (Abeltshauser/Schreiner),
Strafen: 6 – 18
Schüsse aufs Tor: 35 – 15
Schüsse insgesamt: 52 – 30
Schiedsrichter: Cespiva, MacFarlane (Schwenk, Tschirner)
Zuschauer: 10.796 (ausverkaufter Garten)
München: Bibeau – Heatherington, Murphy; Wagner, Pokka; Daubner, Abeltshauser; Warnecke – Oswald, Brooks, Hirose; Schreiner, Fontaine, McKenna; Heigl, Hager, Eisenschmid; Ehliz, Ferguson, Krening
Iserlohn: Hane – Ugbekile, Norell; Niehus Wood; Lassen, Huß; Erkamps – Boland, Salsten, Eisenmenger; Camara, Neumann, Törnqvist; Thomas; Borzecki, Cornel, Fischbuch; Saffran, Geiger, Radionovs
! NEU ! Immer mehr Nutzerinnen und Nutzer haben den WhatsApp-Kanal von Regional-Stimme.de abonniert. Melde dich jetzt an und erhalte regelmäßig aktuelle Nachrichten!
Regional-Stimme · Das gemeinsame Portal von Iserlohner-Nachrichten und Sport-Stimme Lokales, Regionales und Sport aus Iserlohn, dem Märkischen Kreis und NRW
