BHC: Das Saisonziel vor Augen

BHC Coach Arnor Gunnarsson – Bergischer HC Saison 25/26 – © Sportfoto-Sale (MK)

Solingen. (PM BHC) Einen Punkt benötigt der Bergische HC realistischerweise noch, um auch in der kommenden Saison in der Handball-Bundesliga anzutreten.

Zwei würden sogar jeden theoretischen Zweifel am Klassenerhalt beseitigen. Am Freitag (19 Uhr) soll es in der PSD Bank Nürnberg ARENA gegen den HC Erlangen soweit sein. Allerdings müssen die Löwen das Fehlen von Johannes Wasielewski kompensieren.

Der Rückraum-Linkshänder hatte sich sechs Minuten vor dem Ende des Duells gegen den THW Kiel (23:32) eine Rote Karte für ein Fouls gegen Lukas Laube eingehandelt. Da der Ball nicht in der Nähe war, verhängten die Schiedsrichter obendrein Blau. Das bedeutet, dass der Spieler im Anschluss gesperrt wird. Die Länge steht inzwischen fest: Wasielewski muss auswärts gegen den HC Erlangen aussetzen, darf aber am letzten Spieltag gegen Frisch Auf Göppingen (Sonntag, 7. Juni, 15 Uhr, Unihalle Wuppertal) wieder mitwirken.

„Der Ausfall ist natürlich nicht schön, aber wir blicken nach vorne. Das Thema ist abgehakt“, sagt Trainer Markus Pütz. Arnor Gunnarsson, ebenfalls Chefcoach des BHC, ergänzt: „Wir haben volles Vertrauen in Kim Voss-Fels und außerdem Alternativen vorbereitet.“ Dabei handelt es sich um Rechtshänder-Lösungen auf der Linkshänder-Position. Denn außer Voss-Fels steht für den Rückraum keine Linkshand zur Verfügung. Elias Scholtes wird nach seiner Knie-OP in dieser Saison nicht mehr auflaufen.

Hinter sich gelassen haben die Trainer auch die Niederlage gegen Kiel. „Es wäre eine schöne Situation gewesen, die Liga am vorigen Sonntag zu halten. Aber wir hatten in der ersten Halbzeit nicht die Klasse. Jetzt liegt der Fokus voll auf Erlangen – und das spürt man auch in jeder Einheit“, stellt Pütz klar. „Wir haben die Chance, am Freitag etwas zu gewinnen. Darauf konzentrieren wir uns. Wir können als Aufsteiger die Klasse halten und uns sogar um einen Platz verbessern. Wenn wir gewinnen, ziehen wir am HC Erlangen vorbei.“

Die Oberfranken (19) haben einen Punkt mehr auf dem Konto als der BHC (18), können rechnerisch noch absteigen, doch müssten dafür an zwei Spieltagen 85 Tore im Vergleich zu GWD Minden verlieren – ein unrealistisches Szenario. So feiern die Fans des HCE im Anschluss an das Duell gegen die Bergischen in jedem Fall die sogenannte „Red Party“. Die ist auch Anlass, dass am Freitag viele Zuschauer in die Halle kommen. „Wir freuen uns auf die Herausforderung, vor dieser Kulisse zu bestehen“, sagt Markus Pütz.

Mit personellen Problemen geht nicht nur der BHC ins Match. Beim HC Erlangen fehlt in Viggo Kristjansson (Knie-OP) der erfolgreichste Torschütze des Teams seit einigen Wochen. Auch Marek Nissen, der zweiterfolgreichste Schütze, kann aufgrund eines Muskelbündelrisses nicht mitwirken. Zudem vermeldet der Verein die Ausfälle von André Runarsson, Tim Gömmel und Lars Genz. Der BHC muss neben Wasielewski und Scholtes auf die schon länger verletzten Yannick Fraatz sowie Nico Schöttle verzichten. Fraglich ist außerdem der Einsatz von Belal Massoud aufgrund eines Infekts. Justus Püttmann fährt definitiv mit nach Nürnberg.

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