
Bochum. (MK) Aufgrund der räumlichen Nähe und der langjährigen Zweitligazugehörigkeit beider Klubs verwundert es ein wenig, dass an der Castroper Straße erst insgesamt neun Duelle zwischen dem heimischen VfL Bochum und dem VfL Osnabrück ausgetragen wurden.
Die Biland kann sich aus Bochumer Sicht sehen lassen: 7 Siege und zwei Remis stehen in den Statistikbüchern.
Am Freitagabend, dem dritten Zweitligaspieltag empfing der VfL aus Bochum erneut den Zweitliga-Rückkehrer aus Osnabrück.
Nur 140 Kilometer trennen die beiden Standorte und so war es wenig verwunderlich, dass der Gästelock auch sehr gut besucht war.
Bochums Trainer musste aufgrund der bekannten Verletzungen ein wenig umstellen. Meyer rückte in die Startelf, Olsen war erfreulicherweise einsatzfähig von Beginn an dabei, Cokaj fehlte angeschlagen.
Zum Spiel:
Die Gastgeber starteten kontrolliert ins Spiel und waren gerade im Begriff die ersten offensiven Akzente zu setzen, als Osnabrück einen Vorstoß durch Badjie (5.) mit einem Schuss ins lange rechte Eck zum 0:1 nutzten. Horn im Bochumer Kasten war chancenlos.
In der Folgezeit sahen die 26.000 Zuschauer ein offenes Spiel. Miyoshi vergab in der 12. Minute eine gute Gelegenheit aus dem 16er. Holtmanns Konter (17.) konnten die Gäste um Keeper Krumrey vereiteln. Glück für Bochum, dass Beck (33.) nur den Pfosten traf. Die Gastgeber agierten danach mit einigen Fehlpässen, was zur spürbaren Beunruhigung der eigenen Fans sorgte. Hofmann und Holtmann (37.) per Doppelchance blieben an Krumrey hängen. Hofmanns Direktabnahmen (39.) nach Wittek-Flanke landete über dem Osnabrücker Tor. Allmählich erhöhte das Rösler-Team wieder den Druck. Der nächste Konter gehörte den Gästen. Beck spielte Steinwender aus und netzte an Horn vorbei in die Maschen ein. Glück für Bochum, dass der VAR den Treffer wegen eines Foulspiels zuvor aberkannte. Es blieb beim 0:1 zur Halbzeit.
Mit Beginn der zweiten Halbzeit Bochum deutlich um mehr Linie und Offensivdruck bemüht. Osnabrück konnte sich aber immer wieder geschickt befreien. Meyer (54.) vergab etwas kläglich eine gute Chance an OS-Keeper Krumrey. Bei Bochum fehlte in der vordersten Zone oft die letzte Durchschlagskraft. Miyoshi (62. Außennetz), Witteks Freistoß (65. Knapp übers Tor) und auch Witteks Ecke (68.) kam nicht präzise genug im Strafraum an. Die Gäste beschränkten sich immer mehr auf die eigene Abwehrarbeit und gelegentliche Konter, wie über Faber (77.), dessen Schuss knapp am Bochumer Tor vorbeistrich. Den zu statisch agierenden Bochumern lief allmählich die Zeit davon. In der Schlussphase traf Hofmann (86.) per Kopf nur die Osnabrücker Torlatte. Die nur dreiminütige Nachspielzeit brachte auch keine Wende mehr.
VfL Bochum – VfL Osnabrück 0:1
Tore: 0:1 (4.) Badjie
Schiedsrichter: Felix Wagner
Staraufstellungen:
Bochum: Horn, Mets, Taz, Olsen, Steinwender, Holtmann, Miyoshi, Pannewig, Wittek, Hofmann, Mayer,
Osnabrück: Krumrey, Münst, Badjie, Meißner, Jacobsen, Beck, Müller, Wiemann, Wagner, Fabinski, Kammerbauer
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