Bonn. (PM Baskets) Am 13. Spieltag der easyCredit BBL haben die Telekom Baskets auswärts bei der BG Göttingen eine starke Vorstellung geboten. Das Team von Trainer Predrag Krunic kam dank einer mannschaftlich geschlossenen Leistung zu einem ungefährdeten 91:65 (31:18, 18:19, 21:8, 21:20)-Erfolg. Zum Topscorer der Begegnung avancierte Bonn Neuzugang Tomislav Zubcic mit 19 Punkten.
Einen gehörigen Anteil zum Sieg trugen die Bonner Bankspieler bei.
Krunic rotierte von Beginn an viel durch und schenkte seiner „zweiten Fünf“ viel Vertrauen. Die Reservisten dankten es ihm mit
55 Punkten – und damit 60,4 Prozent des gesamten offensiven Baskets-Outputs.
Die Geschichte des Spiels
Mit einem 22:4-Lauf zum Ende des ersten Viertels setzten die Baskets den richtigen Ton und brachten die nötige Energie aufs Feld, welche ihr eigenes Spiel anschob und die BG frühzeitig hemmte. Die hohe Bonner Quote aus der Distanz trug ihren Teil dazu bei, das Göttingen im zweiten Viertel abreißen lassen musste und nie wieder zwingend herankam – Zubcic und Co. versenkten elf von 22 Dreierversuchen
(50,0 Prozent Trefferquote).
Auch (taktische) Fouls brachten die Rheinländer nicht aus der Ruhe.
An der Freiwurflinie zeigte sich die Krunic-Truppe abgezockt und
nervenstark: 26 von 27 Boni fanden ihr Ziel (96,3 Prozent Trefferqquote).
Stimmen zum Spiel
_Predrag Krunic (Trainer Telekom Baskets Bonn):
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„Meine Jungs haben sehr gut gespielt. Ich bin froh, dass wir nach diesen ganzen Reisen die Kraft und Intensität für eine gute Verteidigung und eine gute Offensive gefunden haben. In den ersten zwei, drei Minuten haben wir ein paar einfach Punkte liegen lassen, aber wir haben das restliche Spiel über gut verteidigt.“
_Johan Roijakkers (Trainer BG Göttingen):_
„Bonn hat verdient gewonnen. Wir haben im Vergleich zur Vorwoche mit mehr Intensität gespielt und den Ball gut bewegt. Wir haben 19 Assists gegeben und guten Teambasketball gespielt. Das war heute zehn Schritte nach vorne im Vergleich zu vergangener Woche in Tübingen.“
Punkteverteilung
_Telekom Baskets Bonn:
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Curry (8/1 Dreier), Zubcic (19/2), Klein (9/3), Djurisic (6), Gamble (6, 6 Rebounds), Jasinski (2), DiLeo (3/1), Breunig (9, 6 Rebounds), Polas Bartolo (12/2), Mayo (9/1), Hill (8/1)
_BG Göttingen:_
Lockhart (7), Williams (2), Smotrycz (0), Müller (5/1), Rush (8/2), Stockton (9/1, 7 Assists), Loveridge (13/1), Kamp (12), Haukohl (7/1), Grüttner (2)
Bilanz:
_Bonn vs. Göttingen
_Siege: 12 (BBL: 11, Pokal: 1)
Niederlagen: 6 (BBL: 6)
in Bonn: 7 Siege, 2 Niederlagen in Göttingen: 5 Siege, 4 Niederlagen
DER SPIELVERLAUF
Bonn setzte gleich im ersten Angriff durch TJ DiLeo mit einem Dreier ein offensives Ausrufezeichen, doch den insgesamt besseren Start erwischten die Hausherren (9:3, 3. Minute). Die Baskets stellten defensiv um, nahmen der BG vor allem die einfachen Bewegungen zum Brett weg und kamen über gutes Rebounding zu leichten Zählern in der Vorwärtsbewegung, ehe „Veilchen“-Trainer Johan Roijakkers nach einem Distanztreffer von Yorman Polas Bartolo um eine Auszeit bat (14:12, 5. Minute). Die taktische Besprechung brach den rheinischen Rhythmus jedoch nicht: Bonn zog an den Gastgebern vorbei und anschließend zwingend davon (18:31, 10. Minute).
Im zweiten Viertel brachte Göttingen deutlich mehr Energie aufs Parkett. Zwar schafften es die Roijakkers-Schützlinge, den Rückstand zwischenzeitlich in den einstelligen Bereich zu drücken, doch ein Führungswechsel stand zunächst nicht zur Disposition (28:37, 14.
Minute). Wann immer das Momentum gerade zu kippen schien, setzten die Baskets entweder von „Downtown“ wiederholt Nadelstiche – so wie Josh Mayo und Yorman Polas Bartolo – oder erarbeiteten sich im Kollektiv einen Trip an die Freiwurflinie (37:49, 20. Minute).
Nach dem Seitenwechsel behielten die Gäste ihre hohe Intensität in der Verteidigung bei. Göttingen kam im Gang nach vorn kaum noch zur Entfaltung, so dass Bonns Vorsprung nach und nach anwuchs. Dreier durch die von der Bank kommenden Konstantin Klein, Tomislav Zubcic und Malcolm Hill brachen endgültig den restlichen, noch minimal vorhandenen Wiederstand der „Veilchen“ (45:70, 30. Minute).
Auf der der Zielgeraden blieb Coach Krunic seiner bis dahin erfolgreichen Devise treu. Bonns Cheftrainer rotierte viel durch, verteilte die Minuten möglichst gleichmäßig auf den Schultern seiner Akteure und probierte dabei gleichzeitig unterschiedliche Formationen auf dem Feld aus.
DER BLICK IN DIE ZUKUNFT
Vor dem Weihnachtsfest treten die Telekom Baskets nochmals vor eigenem Publikum auf. Gegen Stelmet Zielona Gora (2-6) will Bonn (2-6) in der Gruppe D einerseits den so wichtigen Schritt gen Tabellenmittelfeld machen, aber auch mit dem Momentum auf der Habenseite die besinnlichen Tage verbringen.
_Dienstag, 19.12.2017, 20:00 Uhr: Telekom Baskets Bonn – Stelmet Zielona Gora (BCL) _
Beim Hinspiel in Polen zog die Truppe von Headchoach Predrag Krunic mit 69:73 hauchdünn den Kürzeren.
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