
Köln / Bochum. (EM) Für die Vereine aus Nordrhein-Westfalen hält die erste Runde des DFB-Pokals 2026/27 bereits einige Überraschungen, deutliche Favoritensiege und bittere Enttäuschungen bereit. Insgesamt sind zahlreiche NRW-Klubs aus Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga und den unteren Spielklassen vertreten.
Die bereits ausgeschiedenen NRW-Klubs
Preußen Münster musste am Freitagabend die erste Enttäuschung hinnehmen. Der Drittligist ging gegen den Karlsruher SC zunächst mit 1:0 in Führung, musste sich nach einer Leistungssteigerung des KSC aber mit 1:2 geschlagen geben. Damit ist Münster bereits ausgeschieden.
Auch der SC St. Tönis hatte gegen Eintracht Frankfurt erwartungsgemäß keine Chance. Der Oberligist unterlag dem Bundesligisten deutlich mit 0:11. Trotz des klaren Ergebnisses war die Partie für St. Tönis ein besonderes Pokalerlebnis gegen einen deutschen Spitzenklub.
Für Viktoria Köln war das Aus besonders bitter. Gegen den 1. FC Nürnberg zeigte der Drittligist eine starke Leistung und zwang den Favoriten nach einem 1:1 bis ins Elfmeterschießen. Dort setzte sich Nürnberg schließlich mit 5:4 durch.
Noch überraschender kam das Aus von Arminia Bielefeld. Der Zweitligist führte bei Drittliga-Aufsteiger Großaspach zwischenzeitlich mit 2:1, musste aber den Ausgleich hinnehmen. Nach 120 Minuten stand es 2:2. Im Elfmeterschießen vergab Bielefeld alle drei eigenen Versuche und verlor mit 0:3. Der Pokalfinalist von 2025 verabschiedet sich damit schon in Runde eins.
Auch der MSV Duisburg ist ausgeschieden. Gegen die SV Elversberg hielt der Drittligist lange gut mit und glich nach der Pause zum 1:1 aus. Zwei späte Treffer von Francis Onyeka besiegelten jedoch die 1:3-Niederlage.
Die erfolgreichen NRW-Teams
Bayer Leverkusen erledigte seine Aufgabe souverän. Beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden gewann die Werkself mit 4:0. Nach einer zunächst ausgeglichenen Partie sorgte Leverkusen spätestens nach dem Seitenwechsel für klare Verhältnisse und zog verdient in die zweite Runde ein.
Auch der VfL Bochum steht in Runde zwei. Beim Zweitliga-Duell bei Greuther Fürth setzte sich Bochum mit 2:1 durch. Christian Rasmussen und Philipp Hofmann brachten den VfL mit 2:0 in Führung; Fürth kam zwar noch einmal heran, konnte die Partie aber nicht mehr drehen. Aufgrund einiger Verletzungen spielte der VfL in der Schlussphase durch die neue Regelung einige Minuten sogar mit zwei Mann weniger und zitterte sich regelrecht in die nächste Runde.
Westfalia Rhynern aus Hamm musste dagegen die erwartete Pokal-Lehrstunde hinnehmen. Gegen Zweitligist Dynamo Dresden unterlag der Regionalliga-Aufsteiger deutlich mit 0:6. Für Rhynern war allein die Teilnahme an der ersten DFB-Pokalrunde nach dem Aufstieg ein besonderer Erfolg.
Noch offen
Für mehrere NRW-Klubs fällt die Entscheidung erst noch:
Fortuna Düsseldorf – SC Freiburg, Sonntag, 18:00 Uhr
Rot-Weiss Essen – FC St. Pauli, Sonntag, 18:00 Uhr
SC Verl – Hamburger SV, Montag, 18:00 Uhr
1. FC Köln – Würzburger Kickers, Montag, 18:00 Uhr
FC Schalke 04 – Hallescher FC, Montag, 20:45 Uhr
Borussia Dortmund – HEBC Hamburg, 1. September, 20:45 Uhr
Die Ansetzungen sind vom DFB offiziell bestätigt.
Bei Borussia Dortmund ist die Verzögerung eine Folge des Supercups gegen Bayern München. Der BVB verlor das erste Pflichtspiel der Saison am Samstag mit 1:2.
Zwischenfazit
Die Bilanz der NRW-Klubs ist bislang gemischt: Leverkusen und Bochum haben ihre Aufgaben erfüllt, während insbesondere die Pokal-Schlappen von Bielefeld und Viktoria Köln schmerzen. Münster, Duisburg und St. Tönis sind ebenfalls ausgeschieden. Für Düsseldorf, Essen, Verl, Köln, Schalke und Dortmund steht die Entscheidung noch aus.
Damit bleibt aus NRW vor allem die Hoffnung auf die größeren Klubs: Leverkusen ist bereits souverän weiter, Bochum ebenfalls – und mehrere weitere Vereine haben noch die Chance, die zweite Runde zu erreichen.
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