Fahrplan für aktuelle Bauprojekte des Kreises

Die Glaskonstruktion wurde bei dem Brand auf dem Dach des Berufskollegs für Technik beschädigt und muss erneuert werden Foto: Britta Blecher/Märkischer Kreis

Märkischer Kreis. (pmk) In den Sommerferien ist Bauzeit: Die Mitglieder des Bau- und Straßenausschusses informierten sich in ihrer Sitzung im Lüdenscheider Kreishaus über die aktuellen Bauprojekte. Markus Rahrbach, Fachdienstleiter Hochbau, berichtete über den Sachstand bei den größeren Baumaßnahmen an den kreiseigenen Gebäuden.

Dabei hob er hervor, dass der Kreis die gesetzlichen Standards bei den energetischen Sanierungen oft übertreffe.

Berufskolleg Lüdenscheid

Der Brand bei Dacharbeiten am Berufskolleg für Technik in den Osterferien zieht umfangreiche Sanierungen nach sich. Damit der Schulbetrieb weitergehen kann, hat das Gebäudemanagement als Sofortmaßnahme die Spuren des Löschwassers in Räumen und Fluren beseitigt und neu gestrichen. EDV-Geräte wurden ebenfalls gereinigt.

Nach Abstimmung mit den Versicherungen, Sachverständigen und Handwerksbetrieben, erfolgen in den Sommerferien weitere Maßnahmen: zum Teil werden neue PVC-Bodenbeläge verlegt und neue Lamellenvorhänge angebracht. Die beiden Computerräume erhalten zur Auffrischung eine OZON-Behandlung. Zudem werden die betroffenen Glasdächer und Fassaden gereinigt. Die Erneuerung der Glasdächer ist für Anfang 2027 geplant. Für die Sanierungen kommen die Versicherungen auf.

Nachdem im August 2025 eine Fassadenplatte am Berufskolleg in Lüdenscheid abgefallen war, forderten Statiker und der TÜV die Entfernung aller Waschbetonfassadenplatten. Ziel ist es, das Gebäude energetisch nach modernen Standards zu ertüchtigen. Erste Rückbauarbeiten erfolgen bereits in den Sommerferien. Die Ausschreibung für die Abbruchmaßnahme läuft aktuell. Die Fassadenarbeiten werden voraussichtlich im Sommer 2027 starten. Erste Kostenschätzung: etwa 1,5 Millionen Euro. Die Investitionen werden über das Strukturprogramm des Landes nach dem Länder- und Kommunal-Infrastrukturgesetz vom 20. Oktober 2025 (LuKIFG) finanziert.

Schule an der Höh

Ab Juli 2026 starten die Baumaßnahmen zum geplanten Erweiterungsbau an der Schule an der Höh, eine Förderschule in Trägerschaft des Märkischen Kreises mit Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung in Lüdenscheid. Um den stetig steigenden Schülerzahlen gerecht zu werden, sollen auf insgesamt 483 Quadratmetern Nutzfläche vier neue Klassenräume inklusive Differenzierungsräume entstehen. Des Weiteren sind vier barrierefreie Toilettenanlagen mit Duschmöglichkeit, die erforderlichen Flure und eine Treppe geplant. Zur Erschließung im Obergeschoss wird die vorhandene Eingangssituation ausgeweitet. Im Außenbereich sind eine neue Zuwegung, eine Außentreppenanlage sowie drei Aufstellflächen für Kleinbusse erforderlich. Fertigstellung und Inbetriebnahme sind – Stand jetzt – für die Zeit nach den Sommerferien 2027 geplant. Der Märkische Kreis investiert rund 3,1 Millionen Euro.

Regenbogenschule Hemer

Der Dachgeschossausbau in der Regenbogenschule in Hemer schreitet weiter voran. Voraussichtlich im Oktober kann die Förderschule in Trägerschaft des Kreises mit Förderschwerpunkt Sprache die neuen Räumlichkeiten in Betrieb nehmen. Bis dahin gibt es noch einiges zu tun: Ab Juli sollen Tischlerarbeiten, Trockenbauarbeiten, der Einbau der Falttrennwände sowie der Fenster samt Sonnenschutz erfolgen. Ab August stehen Bodenbeläge, Brand- und Rauchschutztüren und abschließend Malerarbeiten und Möblierung auf der Agenda. Aktuelle Kostenprognose: etwa 1,4 Millionen Euro. Die Investition wird über das Programm „Investitionsmaßnahmen zum Ausbau ganztägiger Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder im Grundschulalter“ gefördert.

Neues Feuerwehr-Service-Zentrum

Bis Anfang August läuft die Angebotsabgabe für den Bau eines Feuerwehr-Service-Zentrums am Brandschutz- und Rettungsdienstzentrum in Altena-Rosmart. Mit der Auftragsvergabe rechnet Fachdienstleiter Markus Rahrbach Ende des Jahres. Der Baubeginn ist im ersten Quartal 2027 geplant. Geschätzte Kosten: etwa 12 Millionen Euro. Für das Projekt erhält der Kreis Fördermittel aus dem KFW-Programm. Die Gesamtfertigstellung ist für das dritte Quartal 2028 vorgesehen.

Baumaßnahmen an Kreisstraßen

Über die Fortschritte bei den Bauprojekten an den Kreisstraßen informierte Carsten Glänzel vom Sachgebiet Technisches Gebäudemanagement und Kreisstraßen. Alle Straßenbaumaßnahmen werden mit etwa 70 Prozent gefördert.

Drei Bauprojekte konnten in diesem Jahr bereits abgeschlossen werden: Die grundhafte Erneuerung der Kreisstraße 12 in Balve-Mellen und der Kreisstraße 16 in Iserlohn sowie der Neubau eines Regenwasserkanals an der K 3 in Halver-Hohenplanken. Investiert wurden insgesamt rund 2,3 Millionen Euro. Der Bau des Regenwasserkanals blieb von der Förderung ausgeschlossen.

Grundhafte Erneuerung der Kreisstraße 2 in der Ortsdurchfahrt Kierspe

Für die Fahrbahnsanierung der K2 in Kierspe auf einer Länge von rund 700 Metern wurde der Auftrag vergeben. Die zu erwartenden Kosten liegen bei rund 1,1 Millionen Euro, berichtete Carsten Glänzel. Die Baumaßnahme soll in der 28. Kalenderwoche beginnen.

Grundhafte Erneuerung der Kreisstraße 4 bei Meinerzhagen-Möllsiepen

Beauftragt ist auch die Sanierung der K4 bei Meinerzhagen-Möllsiepen auf einer Länge von rund 700 Metern. Die Maßnahme startet voraussichtlich Ende Juli. Im selben Zuge erfolgt der barrierefreie Ausbau einer Bushaltestelle. Die Kosten liegen bei rund einer Million Euro. Fertigstellung: voraussichtlich Oktober dieses Jahres.

Grundhafte Erneuerung der Kreisstraße 4 bei Meinerzhagen-Breddershaus

Die K4 zwischen Meinerzhagen-Breddershaus und der Einmündung Meinerzhagen-Elminghausen wird voraussichtlich im Zeitraum Ende Juli bis Oktober grundhaft erneuert. Sie erstreckt sich über eine Länge von rund 380 Metern und umfasst unter anderem die Sanierung der Fahrbahn. Im Rahmen der Bauarbeiten wird die talseitige Böschung stabilisiert und die Fahrbahn im Kurvenbereich verbreitert. Die prognostizierten Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 900.000 Euro.

Neubau einer Stützwand an der Kreisstraße 32 in Hemer

Im Stephanopeler Tal in Hemer sind die Planungen für den Neubau einer Stützwand an der Kreisstraße 32 voraussichtlich Mitte bis Ende Juli abgeschlossen. Danach wird die Ausschreibung vorbereitet. Die Baumaßnahme erstreckt sich über eine Länge von rund 180 Metern und ist ein zentraler Bestandteil des Wiederaufbauprogramms nach dem Hochwasser im Juli 2021. Kosten: etwa drei Millionen Euro. Mit der Auftragsvergabe rechnet der Kreis aktuell im September.

Sanierung eines Brückenbauwerks an der K 27

Der Auftrag für die Sanierung des Brückenbauwerks auf der Diekentalstraße im Bereich der Ortschaft Balve-Langenholthausen/Kesberg ist vergeben. Die Maßnahme kostet rund 222.000 Euro. Baubeginn ist in den Sommerferien.

Sanierung der K 28 im Bereich Affelner Mühle

Die Sanierung der K 28 (Zur Kracht), die im Bereich Affelner Mühle von der K 27 abzweigt, ist vergeben. Die Kosten belaufen sich auf 640.000 Euro. Der Baubeginn ist noch nicht terminiert.

Neubau der K 11n zwischen Balve – Leveringhausen und Hemer – Ihmert

Carsten Glänzel gab auch ein Update zum geplanten Neubau der K 11n zwischen Balve-Leveringhausen und Hemer-Ihmert. Der rund 2,8 Kilometer lange Ausbau soll Anfang 2028 starten. Die Entwurfsplanung liegt vor. Der Grundstückserwerb läuft auf hohen Touren. Aktuell wird die Ausschreibung für die erforderlichen Rodungsarbeiten vorbereitet. Umsetzung ist von Ende Oktober 2026 bis Ende Februar 2027 geplant.

! NEU ! Immer mehr Nutzerinnen und Nutzer haben den WhatsApp-Kanal von Regional-Stimme.de abonniert. Melde dich jetzt an und erhalte regelmäßig aktuelle Nachrichten!



8
Besuchen Sie das IBSV Schützenfest im Jul?

About Regional-Stimme

Check Also

Fernwärmeausbau am Nußberg: Asphaltarbeiten erfordern Sperrung der Nußbergstraße am 6. und 7. Juli

Iserlohn. (PM Stadtwerke) Im Zuge des laufenden Fernwärmeausbaus der Stadtwerke Iserlohn stehen am 6. und …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert