Dienstag , 13 Oktober 2026

Gummersbach erwartet Pelister zum zweiten Heimspiel in der EHF European League

Gudjon Valur Sigurdsson – © Sportfoto-Sale (MK)

Gummersbach. (PM VfL) Am Dienstag, den 13. Oktober, steht für den VfL Gummersbach um 18:45 Uhr das dritte Gruppenspiel in der diesjährigen EHF European League auf dem Programm.

Nach dem 34:30-Erfolg bei Dicorpebal Logroño La Rioja will die Mannschaft von Cheftrainer Gudjon Valur Sigurdsson in der heimischen SCHWALBE arena den nächsten Schritt in der Gruppenphase machen. Mit HC Eurofarm Pelister wartet dabei ein Gegner, der in der vergangenen Saison noch in der EHF Champions League vertreten war und dort den Einzug in die Play-offs verpasste. Geführt wird das nordmazedonische Team mit Lino Červar von einem Topcoach, der als kroatischer Nationaltrainer 2003 Weltmeister und 2004 Europameister wurde. „Das Spiel in Logroño war für uns sehr wichtig und wir sind froh, dass wir dort eine gute Leistung gezeigt haben. Daran wollen wir jetzt auch in der heimischen SCHWALBE arena anknüpfen und wieder eine gute Vorstellung abliefern“, blickt VfL-Linksaußen Tilen Kodrin auf die anstehende Partie.

Der HC Eurofarm Pelister ging mit großen Ambitionen in die neue Spielzeit. Nach Platz zwei in der mazedonischen Liga und dem Aus im Halbfinale des nationalen Pokals in der vergangenen Saison wurde der Kader im Sommer nahezu komplett neu aufgestellt. Zu den namhaften Abgängen gehören unter anderem die Vereinslegende Dejan Manaskov, der erfahrene Abwehrspieler Ilija Abutović und der ehemalige Europameisterschafts- und Champions-League-erfahrene Bogdan Radivojević. Demgegenüber stehen acht Neuzugänge, darunter der serbische Rückraumspieler Aleksa Kolaković, der mazedonische Nationalspieler Martin Serafimov und das slowenische Talent Malik Tatar. Daneben baut Červar, der im Sommer aus seinem Ruhestand zurückkehrte, um das Team aus der nordmazedonischen Stadt Bitola zu übernehmen, auf erfahrene Kräfte wie Torhüter Nikola Mitrevski, Rückraumspieler Filip Kuzmanovski und Kreisläufer Zharko Peshevski. „Pelister hat eine sehr gute Mannschaft“, weiß auch Kodrin. „Insgesamt ist die Gruppe einfach sehr ausgeglichen. Deshalb müssen wir unsere beste Leistung zeigen.“

Nach den ersten beiden Spieltagen führt Gdańsk die Gruppe mit drei Punkten an, dahinter folgen Logroño und der VfL mit jeweils zwei Zählern sowie Pelister mit einem Punkt. Logroño setzte sich zum Auftakt mit 31:24 gegen Pelister durch, während der VfL gegen PGE Wybrzeża Gdańsk mit 34:38 unterlag. Am zweiten Spieltag trennten sich Pelister und Gdańsk 31:31. Mit einem weiteren Erfolg gegen Pelister könnten die Gummersbacher auf einen der beiden ersten Plätze vorrücken, die den Einzug in die nächste Runde bedeuten. „Auch wenn wir nicht so in die Europapokalsaison gestartet sind, wie wir uns das gewünscht hätten, wollen wir jetzt im weiteren Verlauf alle Spiele gewinnen“, so Kodrin.

VfL feiert in Nordspanien ersten Europapokalsieg

Am Dienstagabend hat der VfL Gummersbach einen wichtigen Schritt im Europapokal gemacht und den ersten Sieg in der Gruppenphase der EHF European League errungen. Beim spanischen Vertreter Dicorpebal Logroño La Rioja gewann die Mannschaft von Cheftrainer Gudjon Valur Sigurdsson mit 34:30 (17:16). Im Palacio de los Deportes de La Rioja in Logroño war der Bundesligist zumeist die spielbestimmende Mannschaft, leistete sich jedoch selbst den einen oder anderen Fehler, der einen höheren Sieg verhinderte. Mit 2:2 Punkten liegen die Oberbergischen nach zwei Spieltagen punktgleich mit den zweitplatzierten Spaniern aus Logroño auf Rang drei in der Gruppe G.

Mit dem ersten Treffer der Partie durch Miro Schluroff starteten die Gummersbacher zunächst gut in die Partie (1:0, 1. Minute). Allerdings musste das Sigurdsson-Team gleich drei Minuten später einen herben Rückschlag hinnehmen, als Alex Dujshebaev aufgrund eines unabsichtlichen Gesichtstreffers die rote Karte sah und gegen seinen ehemaligen Verein vom Spielfeld verwiesen wurde. Bis zum 3:3 in der achten Minute war es eine ausgeglichene Anfangsphase, ehe der VfL einen Zwischenspurt hinlegte und vier Tore in Folge verbuchte (7:3, 13. Minute). Die Oberbergischen zeigten sich in dieser Phase besonders bissig in der Abwehr und durchschlagskräftig im Angriff.

In den folgenden Minuten wechselten sich die Treffer auf beiden Seiten ab, ehe Nikola Roganović per Doppelpack auf 11:6 für den Bundesligisten erhöhte (17. Minute). In der Folge ließen die Gummersbacher jedoch an ihrer Souveränität einbüßen. So folgten auf das 13:9 durch Tilen Kodrin (20. Minute) drei Treffer der Spanier hintereinander (13:12, 25. Minute). Die Spanier kamen nun besser in Tritt, sodass sich erneut eine ausgeglichene Spielphase entwickelte, in der die Oberbergischen ihre knappe Führung behaupteten. In der 30. Minute gelang Logroño allerdings zwischenzeitlich der Ausgleich zum 16:16, ehe Kodrin nur vier Sekunden vor dem Halbzeitpfiff den letzten Treffer des ersten Durchgangs zum 17:16 markierte.

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte agierten die Gummersbacher zwar weiterhin sehr engagiert, jedoch zeigten die Gäste immer wieder Nervosität in den eigenen Aktionen. Sinnbildlich dafür erzielte Ellidi Vidarsson in der 38. Minute erst im zweiten Versuch vom Kreis den Treffer zum 20:19 für die Blau-Weißen. Eine starke Parade von Ignacio Biosca in der 40. Minute beim Stand von 21:20 nutzte der VfL-Keeper für einen langen Wurf in Richtung des leeren Tors der Hausherren, jedoch prallte der Ball vom Innenpfosten unglücklich ins Seitenaus. Drei weitere einfache Chancen auf die Zwei-Tore-Führung ließen die Oberbergischen aus, ehe Vidarsson in der 45. Minute nach eigenem Ballgewinn aus der Ferne das Tor traf (24:22, 45. Minute).

In der Abwehr um den gut aufgelegten Biosca hatte der Bundesligist den spanischen Europapokalvertreter nun weitgehend im Griff. Lediglich in der Offensive zeigten die Gäste teilweise noch Nerven, sodass die Führung bei konsequenterem Abschluss noch deutlicher hätte ausfallen können. In der 49. Minute erhöhte Schluroff auf 27:23 und auch in der Folge gelang es den Blau-Weißen, den Vier-Tore-Vorsprung zu halten. In der 53. Minute musste der VfL in Person von Štěpán Zeman allerdings die zweite Hinausstellung der Partie aufgrund eines Gesichtstreffers hinnehmen. Doch davon ließ sich das Gästeteam nicht mehr beirren. In der 56. Minute erhöhte Miloš Vujović per Strafwurf auf 33:28. Auch in den verbleibenden Minuten ließ der VfL nichts mehr anbrennen und brachte den Vorsprung sicher über die Zeit. Am Ende feierten die Oberbergischen mit dem 34:30 ihren ersten Europapokalsieg der Saison.

In seinem nächsten Pflichtspiel ist der VfL Gummersbach wieder in der EHF European League gefordert. Am kommenden Dienstag, den 13. Oktober, treten die Oberbergischen um 18:45 Uhr zu Hause gegen HC Eurofarm Pelister an. Tickets für die Partie in der SCHWALBE arena können unter vfl-gummersbach.de/tickets/ erworben werden.

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