Mit Fernwärme mehrfach sparen!

Stadtwerke Iserlohn (287)Iserlohn. (PM Stadtwerke Is.) Die Energieeinsparverordnung (EnEV) gibt energetische Mindestanforderungen für Gebäude vor. Betroffen sind sowohl Neubauten als auch Immobilien, an deren Fassade zum Beispiel im Zuge von Sanierungsmaßnahmen wesentliche Änderungen vorgenommen werden. In beiden Fällen müssen die Eigentümer nach Ende der Arbeiten nachweisen, dass ein bestimmter Primärenergiebedarf nicht überschritten wird. Berücksichtigt wird dabei der gesamte Energieaufwand des Gebäudes für Heizung, Warmwasser und gegebenenfalls Klimatisierung.

 

Stefan Marquardt ist bei den Stadtwerken Iserlohn kompetenter Ansprechpartner in Sachen Energieberatung. Er erläutert: „Eine wesentliche Senkung des Primärenergiebedarfs kann zum Beispiel durch eine umfassende Wärmedämmung erreicht werden. Diese ist jedoch bei Altbauten verhältnismäßig teuer und rechnet sich in der Regel erst nach Jahrzehnten.“

 

Oftmals sei es der bessere Weg, die Heiztechnik zu optimieren. Dazu Marquardt: „Fernwärme von den Stadtwerken Iserlohn ist eine sinnvolle Alternative. Sie wird bereits heute zu 83 Prozent durch Kraft-Wärme-Kopplung im Müllheizkraftwerk Iserlohn als Heizenergie gewonnen und weist daher den Primärenergiefaktor 0 auf. Die Investitionen sind vergleichsweise gering; Heizkessel und Öl- oder Gastank werden bzw. sind zudem überflüssig.“

 

In der Waldstadt stammt die Fernwärme aus dem Müllheizkraftwerk der AMK (MHKW). Hier werden in einer der modernsten Müllverbrennungsanlagen Deutschlands durch thermische Verwertung von Abfällen hocheffizient Strom und Wärme erzeugt. Die hohe energetische Effizienz des MHKW wurde erst jüngst wieder durch die Bezirksregierung Arnsberg bestätigt. Über Rohrleitungen gelangt das Heizwasser in die Haushalte und sorgt dort für wohlige Raumtemperaturen und heißes Wasser.

 

„Der Bezug unserer Fernwärme ist bequem und umweltschonend“, fasst Stefan Marquardt zusammen. „Der niedrige Primärenergiefaktor ermöglicht eine kostengünstige und einfache Erfüllung der strengen gesetzlichen Vorgaben.“ Damit der Fernwärmekunde dies jederzeit nachweisen kann, stellen die Stadtwerke Iserlohn eine entsprechende Bescheinigung aus.

 

Gleichzeitig erleichtert der niedrige Primärenergiefaktor der Fernwärme auch die Inanspruchnahme von Förderprogrammen bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

 

Fernwärmekunden sparen also Investitionen in eine neue Heizungsanlage, sparen Investitionen bei der Gebäudedämmung und erfüllen damit die gesetzlichen Vorgaben, sparen CO2 und sparen den Platz für Heizkessel bzw. Tankanlage.

 

 

 

Informationen:

 

Was ist Primärenergie?

 

Natürlich vorkommende Energie, die noch keiner Umwandlung unterzogen wurde. Das sind die fossilen Energieträger wie Erdöl, Erdgas, Kohle, Torf, aber auch die Erneuerbaren Energien.

 
Was ist ein Primärenergiefaktor?

Die Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden sind in den vergangenen Jahren stetig gestiegen, was sich vor allem in gesetzlichen Vorgaben niederschlägt. So begrenzt die Energieeinsparverordnung (EnEV) den maximal zulässigen Primärenergiebedarf eines Gebäudes. Der Primärenergiefaktor ist ein Maß für die Effizienz, mit der die Primärenergie für Heizzwecke nutzbar gemacht wird.

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