Nach dem Sieg gegen Rostock: VfL mit nächstem Topspiel auswärts gegen Bundesligaabsteiger TUSEM Essen

Martin Nagy – © Sportfoto-Sale (MK)

Gummersbach. (PM VFL) Bereits vier Tage nach der gelungenen Revanche gegen den starken Drittligaaufsteiger HC Empor Rostock hat der VfL Gummersbach am 29. Spieltag der 2. HBL das nächste Spitzenspiel vor der Brust.

Dazu gastieren die Blau-Weißen am bevorstehenden Sonntag, den 3. April, um 17 Uhr im Essener Sportpark Am Hallo. Wenn die beiden ambitionierten Teams aufeinandertreffen, kommt es zum Duell zweier Aspiranten auf den Aufstieg in die LIQUI MOLY HBL. Während der VfL die Tabelle der 2. HBL souverän mit 42:10 Punkten anführt, rangiert Essen mit 33:21 Zählern auf dem vierten Tabellenplatz. Gerade weil die Essener gefordert sind, ist zu erwarten, dass das Spiel mit viel Brisanz über einen harten Fight entschieden wird. Im Lager des VfL Gummersbach ist man sich jedoch einig, welches Ziel für die nächste Bewährungsprobe ausgegeben wird. „Wir fahren nach Essen, um erfolgreich zu sein. Dazu wollen wir an die guten Leistungen der letzten Spiele anknüpfen“, fiebert VfL-Kreisläufer Štěpán Zeman der wichtigen Partie entgegen.

TUSEM Essen empfängt die Gummersbacher mit fünf Siegen aus den letzten sechs Spielen im Gepäck und damit entsprechendem Rückenwind. Ohnehin gehören die Essener zu den routiniertesten und erfahrensten Teams der Liga. „TUSEM hat viele junge Spieler, die sich schon lange kennen. Sie spielen einen dynamischen Handball, was im Vergleich zum letzten Spiel gegen Rostock mehr Spaß machen wird“, so Zeman über die Qualitäten des nächsten Kontrahenten. „Wir wollen auf eine gute Abwehrkooperation mit dem Torhüter bauen. Zudem müssen wir geduldig spielen und uns unsere Chancen erarbeiten. Ich bin mir sicher, dass wir dann erfolgreich sein werden“, gibt der Tscheche die Marschroute vor. Auch das Duell im Hinspiel in der SCHWALBE arena konnten die Gummersbacher für sich entscheiden. Ende Oktober 2021 triumphierte die Mannschaft rund um Kapitän Timm Schneider vor knapp 4.000 Zuschauern in der SCHWALBE arena in einem herausragenden Spiel mit 29:23 gegen das Team von Trainer Jamal Naji. Auf einen ähnlichen Spielverlauf hoffen die Blau-Weißen auch am Sonntag, erwarten jedoch einen heißen Gegner, der im Kampf um die Aufstiegsplätze jede sich ergebende Chance nutzen muss.

Währenddessen ist das Team von Cheftrainer Gudjon Valur Sigurdsson im Handballjahr 2022 weiterhin voll auf Kurs in Richtung Bundesliga. In den letzten sechs Partien holten die Oberbergischen insgesamt sechs Siege. Zuletzt überzeugte das Team beim 30:27-Auswärtserfolg gegen den TV 05/07 Hüttenberg, ehe unter der Woche ein souveräner wie deutlicher 39:26-Heimsieg gegen den HC Empor Rostock folgte. „Der Sieg gegen Rostock war sehr wichtig, weil wir die Auswärtsniederlage vergelten wollten“, blickt der 24-Jährige auf das Mittwochabendspiel zurück. Da die Konkurrenz aus Nordhorn und Hamm am gestrigen Mittwoch wertvolle Punkte in fremden Hallen liegen ließ, setzen sich die Blau-Weißen mit einem Vier-Punkte-Vorsprung auf Platz zwei weiterhin an der Tabellenspitze fest.

VfL fährt gegen Rostock souverän den sechsten Sieg in Folge ein

© Sportfoto-Sale (MK)

Der VfL Gummersbach liegt in der 2. HBL weiterhin voll auf Kurs. Am Mittwochabend gewannen die Oberbergischen gegen den HC Empor Rostock deutlich mit 39:26 (17:11) und fuhren damit ihren 21. Saisonsieg ein. Vor 2.004 Zuschauern in der SCHWALBE arena legte das Team von Chefcoach Gudjon Valur Sigurdsson eine rundum gute Leistung aufs Parkett. Von Beginn an nahmen die Blau-Weißen ihre Aufgabe seriös wahr und bekamen den in dieser Saison überraschend stark aufspielenden Drittligaaufsteiger schnell in den Griff. Durch den insgesamt sechsten Sieg in Folge festigte der VfL erneut seine Tabellenführung.

Für die Gummersbacher begann Keeper Martin Nagy zwischen den Pfosten, der schon nach 52 Sekunden den ersten Akzent setzte und nach eigener Parade unmittelbar den ersten blau-weißen Führungstreffer durch Ellidi Vidarsson einleitete (2:1, 2. Minute). Der VfL ging gleich konzentriert zu Werke und nahm das Heft von Beginn an selbst in die Hand. Nach fünf Minuten erzielte Štěpán Zeman bereits das 5:3 für sein Team. Auch vom zwischenzeitlichen 5:5-Ausgleich in der achten Minute ließen sich die Oberbergischen nicht aus dem Konzept bringen und blieben zielstrebig. Dabei blieb Nagy nicht nur ein sicherer Rückhalt für die Defensive der Hausherren, sondern trug sich beim 9:5 seiner Mannschaft bereits zum zweiten Mal selbst in die Torschützenliste ein (12. Minute).

Ob des permanenten Spiels mit dem siebten Feldspieler der Rostocker lauerten die Gummersbacher immer wieder auf die Chance zum schnellen Ballgewinn und optimalerweise den Wurf ins leere Tor des HCE. Auf die entsprechende Art erhöhte beispielswiese Raul Santos in der 22. Minute auf 14:9. Einige Möglichkeiten auf schnelle Tore ließ der VfL gegen Ende der ersten Halbzeit sogar noch aus, durch die der Abstand auf die Rostocker noch größer hätte ausfallen können. Stattdessen ging es für die Blau-Weißen nach 30 ordentlichen Minuten mit einem Sechs-Tore-Vorsprung in die Pause. Den letzten Treffer im ersten Durchgang platzierte dabei Vidarsson zum 17:11 ins Tor der Gäste (30. Minute).

Auch in der zweiten Spielhälfte spielten die Gummersbacher weiter couragiert auf. In der Abwehr packten die Oberbergischen beherzt zu, während sich die Gastgeber in der Offensive neben kleinen Schludrigkeiten durch Dynamik und eine gute Spielübersicht auszeichneten. Eine schöne Doppelpasskombination mit Timm Schneider vollendete Ole Pregler zum 22:16 in der 41. Minute. Da sich auch der HC Empor weiterhin bemühte mitzuspielen, blieb es in dieser Phase der Partie bei konstanten fünf bis sechs Toren Vorsprung für den VfL, ehe sich der VfL noch einmal deutlicher absetzen konnte. Mit einer guten Einzelaktion in der Defensive und dem anschließenden Abschluss schraubte Tom Kiesler in der 45. Minute den Spielstand auf 26:18.

In der Schlussphase der Partie spielten die Gummersbacher ihre Souveränität nun immer deutlicher aus. In der 49. Minute besorgte Schneider die erste Zehn-Tore-Führung seiner Mannschaft (30:20), die nun mit der nötigen Kaltschnäuzigkeit und Spielfreude die letzten Minuten anging. Unter dem Beifall der sichtlich zufriedenen Zuschauer erhöhte Jonas Stüber in der 53. Minute auf 34:23. Bis zum Abpfiff hielten die Hausherren die Konzentration hoch und verdienten sich somit einen zweistelligen Heimsieg. Mit dem Tor zum 39:26 setze Kapitän Schneider zwei Sekunden vor dem Ende den Schlusspunkt der Partie.

Bereits am kommenden Sonntag ist die Truppe von Trainer Sigurdsson wieder gefordert. Um 17 Uhr steht für die Oberbergischen das nächste Auswärtsspiel gegen TUSEM Essen auf dem Programm.

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VfL Gummersbach erhält als einer von zehn Vereinen Jugendzertifikat mit Stern

Der VfL Gummersbach wurde heute für seine exzellente Nachwuchsarbeit von der LIQUI MOLY HBL zum wiederholten Mal mit dem Jugendzertifikat ausgezeichnet. Der VfL Gummersbach gehört dabei zu den zehn Vereinen, der das Zertifikat zudem mit Stern erhalten hat. „Das Jugendzertifikat mit Stern zu bekommen ist eine tolle Bestätigung für die Arbeit in unserem Nachwuchsbereich. Unsere Handballakademie ist ein extrem wichtiger Bestandteil unserer Arbeit beim VfL, welche zum Ziel hat, dass wir wie auch jetzt im aktuellen Bundesligakader mit vielen Spielern aus dem eigenen Nachwuchs vertreten sein wollen. Die Professionalisierung des Nachwuchsbereichs trägt bereits jetzt Früchte und wir werden in den kommenden Wochen weitere Veränderung vornehmen“, äußert sich VfL-Geschäftsführer Christoph Schindler.

Für den VfL und seine Handballakademie ist es die 13. Auszeichnung in Serie und das sechste Mal, dass den Gummersbachern das Zertifikat mit dem zusätzlichen Prädikat des Sterns für die hervorragende Qualität der Nachwuchsförderung ausgehändigt wurde. Dabei trotzte die Handballakademie VfL Gummersbach den pandemiebedingt erschwerten Rahmenbedingungen, die dafür gesorgt haben, dass teils unter strengen Auflagen und schwierigen Voraussetzungen trainiert werden musste. „Als Akademieleiter geht mein Dank an alle, egal ob in der Geschäftsstelle oder in den Hallen, die mit einem hohen Maß an Einsatz an einem Strang gezogen und alles in die Wege geleitet haben, um optimale Trainingsmöglichkeiten zu schaffen“, so Jörg Bohrmann, Leiter der Handballakademie VfL Gummersbach: „Die Auszeichnung ist für uns nicht nur eine Bestätigung unserer Arbeit, sondern auch Ansporn noch besser zu werden und weiter daran zu arbeiten, um junge Spieler an höhere Aufgaben heranzuführen.“

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