
Bochum. (PM VfL) Im Zuge der geplanten Modernisierungsmaßnahmen des Ruhrstadions wurde das Schwingungsverhalten der Stehstufenelemente auf der Osttribüne zu Beginn der laufenden Saison nochmals eingehend untersucht.
Dabei stellte das beauftragte Ingenieurbüro fest, dass bei bestimmten Zuschauerbewegungen starke Schwingungen auftreten, die dazu führen können, dass bei – vor allem „ungeübten“ – Stadionbesuchern und -besucherinnen Unwohlsein hervorgerufen werden könnte.
Das Gutachten stellte ebenfalls fest, dass die Tragfähigkeit der Osttribüne gegeben ist, es aber durch gemeinsames, rhythmisches Hüpfen oder Springen, also synchronisierte Bewegungen vieler Menschen, zum sogenannten „Trampolineffekt“ kommen kann, der den oben genannten „Unwohlsein-Effekt“ hervorruft. Aufgrund der Messergebnisse wurde die Bochumer Sportstätten Besitzgesellschaft mbH (BoSB) als Stadioneigentümerin per Verfügung dazu angehalten, diese Belastung künftig zu vermeiden.
Von der Bauaufsichtsbehörde Bochum wurde per Ordnungsverfügung zunächst ein „Hüpfverbot“ für die Ostkurve als Alternative zur Tribünensperrung als geeignetes Mittel festgelegt, welches vom VfL Bochum 1848 als Pächter und Veranstalter ab sofort an den Heimspieltagen umzusetzen und zu kontrollieren ist.
Ab der kommenden Partie gegen Arminia Bielefeld (Sonntag, 11. Oktober, Anpfiff 13:30 Uhr) kann die Ostkurve weiterhin komplett als Stehplatzbereich unter voller Auslastung genutzt werden. In den Blöcken N2, O, P und Q sind gemeinschaftliche, synchronisierte, rhythmische Hüpf- und Sprungbewegungen jedoch strengstens untersagt. Dies betrifft explizit beispielsweise nicht den Torjubel, sondern lediglich „choreographiertes Springen“.
Da bei Zuwiderhandlungen sofort erhebliche Konsequenzen drohen, appelliert der VfL nachdrücklich an das blau-weiße Miteinander und ist absolut überzeugt, dass unsere Fans diese Anweisungen umsetzen werden, wie es beispielsweise auch die Anhänger des 1. FC Magdeburg bei einem vergleichbaren Fall 2016 über mehrere Jahre getan haben. Über die detaillierte Umsetzung wird der VfL in den nächsten Tagen und am Spieltag ausführlich informieren.
Die Ordnungsverfügung sieht das Hüpfverbot explizit als geeignetes und verhältnismäßiges Mittel vor. Sollte sich herausstellen, dass der VfL mit seinen Maßnahmen das Hüpfen nicht verhindern kann, ist in letzter Konsequenz damit zu rechnen, dass dann eine komplette Sperrung der Tribüne umgesetzt wird und bis zu 10.000 weitere VfL-Fans nicht mehr die Spiele live vor Ort im Stadion verfolgen können.
Der VfL bedauert die unumgänglichen Maßnahmen, ist aber erleichtert darüber, dass die Osttribüne bei Einhaltung des Hüpfverbots unter voller Auslastung genutzt werden kann. Es war allen Beteiligten klar und es wurde auch stets kommuniziert, dass unser „Schmuckkästchen“ etwas in die Jahre gekommen ist und dringend eine aufwendige Modernisierung braucht, die uns alle vor große Herausforderungen stellt. Die Sanierung der Osttribüne ist glücklicherweise bereits Bestandteil der Modernisierungsmaßnahme, sodass ein langwieriger Planungsprozess umgangen werden und das Hüpfverbot mit Ende der geplanten Sanierungsarbeiten, im Jahr 2028, aufgehoben werden kann.
Leon Swas erhält Profi-Vertrag
Der VfL Bochum 1848 hat Leon Sawas mit einem Profi-Vertrag ausgestattet. Der 19-jährige Linksverteidiger wechselte im Sommer aus der Jugend des SC Freiburg an die Castroper Straße. In der Vorbereitung überzeugte er bei der Lizenzmannschaft und gehört seitdem fest zum Kader von Cheftrainer Uwe Rösler. Sein Profi-Debüt feierte Leon Sawas in der 1. Runde des DFB-Pokals beim 2:1-Auswärtserfolg über die SpVgg Greuther Fürth. In der 2. Bundesliga stand er dreimal im Kader. Dazu kommen vier Einsätze für die U21 in der Regionalliga West.
„Leon hat im Sommer bei den Profis im Training vom ersten Tag an Eindruck hinterlassen und seine Chance in der Vorbereitung genutzt“, sagt Markus Brunnschneider, Direktor Transfers, Kaderplanung & Data. „Er ist taktisch und technisch top ausgebildet, verfügt über ein enormes Tempo und einen großen Willen. Wir trauen ihm den Schritt in die 2. Bundesliga dauerhaft zu. Bis dahin soll er bei den Profis weiter Gas geben, Druck machen und durch regelmäßige Einsätze bei der U21 Spielpraxis bekommen.“
„Für mich geht gerade ein Traum in Erfüllung, mein erster Profi-Vertrag“, zeigt sich Leon Sawas hocherfreut nach seiner Unterschrift. „Die Verantwortlichen beim VfL haben sehr viel Vertrauen in mich gesetzt, was mich einerseits freut, andererseits aber auch anspornt, dieses Vertrauen durch Leistung weiterhin zu untermauern. Der nächste Schritt in meiner Entwicklung, dem ich noch viele weitere folgen lassen will.“
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