
Iserlohn. (MK) Die Iserlohn Roosters sind nach dem starken Auftritt am Freitag gegen Köln wieder in der harten Realität angekommen.
Am Sonntag unterlagen die Sauerländer bei den bis dahin vor eigenem Publikum noch sieglosen Löwen Frankfurt mit 4:1.
Unnötige Strafen und nicht genutzte Chancen
Drei der vier Gegentreffer fielen in Iserlohner Unterzahl. „Die Powerplays haben uns angezündet“, betonte Frankfurts Trainer Tom Pokel nach dem Sieg und fügt erleichternd hinzu: „Der Stein auf dem Rücken, dass wir noch keinen Heimsieg eingefahren haben, ist endlich weg.“
Die Roosters warten dagegen weiter auf den ersten Punktgewinn in der Fremde. In der Main-Metropole gaben unnötige Strafen einerseits und andererseits die fehlende Durchschlagskraft in der Offensive den Ausschlag für die vierte Auswärtsniederlage der Saison. Scott verpasste kurz vor der ersten Pause den Ausgleich, weil Frankfurts neuer Goalie Scheel krass parierte. Und auch gegen Hollowell (24.) und Quenneville (38.) behielt der Goalie die Oberhand. Nur Napravnik konnte ihn zum zwischenzeitlichen 3:1 (43.) bezwingen. Bei Nättinens Schuss (49.) hatte er dann mit dem Pfosten einen Verbündeten. Es waren also durchaus Chancen da, um am Main zu punkten. Insgesamt waren die Hessen aber auch in den Zweikämpfen einen Tick stärker.
Iserlohns Stürmer Dennis Lobach erklärte nach dem Spiel bei MagentaSport: „Das Powerplay war heute entscheidend, die waren in den Situationen eiskalt, dann wird es halt schwer.“
Und so bleibt am Ende die Erkenntnis, dass die Iserlohn Roosters vor eigenem Publikum nach zuletzt drei Heimsiegen so langsam zur erhofften Stärke finden, aber in der Fremde nach wie vor vieles schuldig bleiben. Nur sieben geschossene Tore in fünf Auswärtsspielen belegen die Auswärtsschwäche.
Solider Einstand von Neuzugang Joonas Nättinen
Positiv zu erwähnen sind sicherlich die ersten beiden Auftritte von Neuzugang Joonas Nättinen an diesem Wochenende. Der finnische Olympiasieger konnte aus dem Stand nach einem halben Jahr ohne Spielpraxis zwei insgesamt grundsolide Partien abliefern.
Nach der gezeigten „Nicht-Leistung“ am Freitag vor einer Woche in Straubing (11:4) war in Frankfurt zumindest eine Verbesserung in vielen Bereichen sichtbar. Um aber wirklich Punkte einzusammeln, benötigt es eben mehr Disziplin und eine besser Abschlussquote, denn im Spiel Fünf gegen Fünf war man lange Zeit ebenbürtig, wie auch Headcoach Stefan Nyman analysierte. Die Special-Teams bleiben weiterhin eine der größten Baustellen im Iserlohner Spiel.
Die Rote Laterne ist zurück am Seilersee
Durch den Sieg der Schwenninger Wild Wings in Mannheim haben die Roosters nun wieder aufgrund des schlechteren Torverhältnisses die Rote Laterne in der Tabelle übernommen.
Die kommenden Aufgaben werden nicht leichter: Freitag geht es nach München und am Sonntag kommen die Nürnberg Ice Tigers an den Seilersee. Bis zur Deutschland-Cup-Pause folgen dann noch das Heimspiel gegen Schwenningen und das nächste Westderby bei den Kölner Haien.
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