
Bochum. (MK) Der VfL Bochum hat sein Heimspiel gegen Hannover 96 mit einem 1:1 Unentschieden abgeschlossen.
Schon vor dem Anpfiff wurde das eine oder andere Tränchen verdrückt, denn mit Marcel Sobottka, Romario Rösch, Callum Marshall, Kjell Wätjen, Farid-Alfa Ruprecht, Francis Onyeka, Leandro Morgalla, Kevin Vogt, Noah Loosli, Erhan Mašović und Matúš Bero wurden satte elf Spieler verabschiedet, deren Verträge bzw. Ausleihen auslaufen und nicht verlängert werden. Kevin Vogt beendet bekanntlich seine Karriere.
Zum Spiel: Der erste Aufreger ereignete sich nach der Abtastphase in der 12. Minute, als Bochums Pannewig im Strafraum zu Fall kam und nach minutenlanger Behandlung glücklicherweise ohne Trage vom Platz gebracht wurde. Am Montag soll ein MRT für Klarheit sorgen, wie schwer die Verletzung ist. „Es sieht aber nicht gut aus“, so VfL-Coach Rösler nach dem Spiel. Für Pannewig kam Wätjen ins Spiel. Die erste „echte“ VfL Chance ergab sich für Kwarteng (20.), der aber den Ball neben den 96er Kasten setzte. Bundu setzte einen Freistoß der Gäste (23.) direkt von vor der Strafraumgrenze über den Kasten von VfL-Keeper Horn. Glück für Bochum, dass Bundus Querpass (32.) durch den Strafraum keinen Abnehmer fand. Auf der Gegenseite (38.) verzog Onyeka nach Pass von Kwarteng knapp über die Latte. Zur Halbzeit blieb es beim torlosen Remis.
Nach dem Wechsel gehörten die ersten Minuten den Gästen, die auch prompt durch Nawrockis Kopfball (51.) in Führung gingen. Bochums Keeper leistete sich einen Pressschlag gegen Hannovers Yokota, der fast im eigenen Tor gelandet wäre. Dann schlug Alfa Ruprecht für den VfL zu: Sein Schuss aus der rechten Flügelposition (55.) landete unhaltbar im langen Eck zum 1:1. Bärenstark in der 71. Minute VfL Torwart Horn, der aus kürzester Distanz gegen Nawrocki abwehren konnte. Eine Viertelstunde vor Spielende wurde der zukünftige Fußball-Rentner Kevin Vogt eingewechselt, der am Saisonende seine Karriere beendet. Onyeka (79.) verzog mit einem Schuss aus der halbrechten Position knapp über den 96 Kasten. Hannover drängte weiter auf den Führungstreffer, um im Aufstiegsrennen möglichst den zweiten Platz einnehmen zu können. In der Schlussphase des Spiels waren die Gäste dem Siegtreffer sogar ein Stück näher. Schlussendlich blieb es aber beim Remis. Holtmanns eigensinniger Abschluss (90.) war Bochums letzte Chance. Auch die sechsminütige Nachspielzeit brachte keinen Sieger hervor.
Uwe Rösler (Cheftrainer VfL Bochum 1848): „Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Obwohl bereits alles sicher war, haben wir alles auf dem Platz gelassen. Ein großes Kompliment an die Jungs. In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gegen Ball gestanden und überhaupt nichts zugelassen. Wir hatten auch mehr Ballbesitz als in den letzten Spielen, das war der Ansatz, um uns schonmal auf die nächste Saison vorzubereiten. Im letzten Drittel hat uns aber etwas die Tiefe gefehlt. Darum habe ich Farid eingewechselt. Das hat sich schnell positiv bemerkbar gemacht. Die Verletzung von Mats Pannewig hat uns extrem getroffen, dadurch mussten wir auch die Struktur verändern. Dann wurde es wild und das Pendel ist zu Hannover übergegangen. Sie haben uns hinten reingedrückt. Wir haben unser Tor aber mit aller Mentalität und Hingabe verteidigt. Wir hatten sogar noch die Chance, einen Lucky Punch zu setzen. Mit dem Unentschieden können wir gut leben, wir haben uns ordentlich von unseren Fans in unserem Stadion verabschiedet.“
Christian Titz (Cheftrainer Hannover 96): „Es war ein chancenarmes Spiel auf beiden Seiten. Wir hatten in der ersten Halbzeit etwas mehr Kontrolle, uns hat aber die Durchschlagskraft gefehlt. Wir wussten, dass es in der zweiten Halbzeit nochmal ein ganz anderes Spiel werden kann. Wir kamen aus der Pause, haben direkt Druck gemacht und das 1:0 erzielt. Den Ausgleich haben wir leider zu schnell bekommen, das war ein super Tor. Danach wurde es schwer, wir mussten bei den Hereingaben immer wieder aufpassen. Am Ende haben wir nicht gewonnen, haben aber dennoch am letzten Spieltag noch alle Möglichkeiten.“
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