Weltlungenkrebstag 2026: Früherkennung kann Leben retten – Asklepios mit neuem Screeningangebot

Dr. Wolfgang Gesierich, Chefarzt Pneumologie der Asklepios Lungenklinik Gauting / © Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA

Gauting/Hamburg (ots)

  • Neue Kassenleistung für Menschen mit erhöhtem Lungenkrebsrisiko
  • Qualitätsgesicherte Zweitbefundung
  • KI-gestützte Bildanalyse
  • Direkte Anbindung an zertifizierte Lungenkrebszentren

Lungenkrebs gehört weiterhin zu den häufigsten krebsbedingten Todesursachen in Deutschland. Anlässlich des Weltlungenkrebstags 2026 rücken die Asklepios Kliniken ein Thema in den Mittelpunkt, das entscheidend für bessere Behandlungschancen ist: Prävention und Früherkennung. Mit dem bundesweiten Start des strukturierten Lungenkrebsscreenings erhalten gesetzlich Versicherte mit erhöhtem Erkrankungsrisiko nun erstmals Zugang zu einer qualitätsgesicherten Früherkennung mittels Niedrigdosis-Computertomographie (Low-Dose-CT), einem Verfahren, das Tumoren bereits in einem frühen, häufig noch symptomfreien Stadium sichtbar machen kann.

Die Asklepios Kliniken bringen ihre langjährige Expertise in der Lungenmedizin in dieses neue Versorgungsangebot ein. Die Asklepios Lungenklinik Gauting ist als einer der ersten Standorte bundesweit mit dem Screening gestartet. Die zertifizierten Lungenkrebszentren der Asklepios Kliniken Barmbek und Harburg in Hamburg werden das Angebot ebenfalls demnächst aufnehmen. Damit entsteht ein Netzwerk spezialisierter Zentren, das Menschen mit erhöhtem Risiko von der Früherkennung bis zur individuellen Therapie begleitet.

„Früherkennung bedeutet beim Lungenkrebs nicht nur eine frühere Diagnose, sondern oft eine völlig andere therapeutische Perspektive“, sagt Prof. Dr. Bastian Sabel, Chefarzt der Radiologie der Asklepios Lungenklinik Gauting. „Entscheidend ist jedoch, dass auffällige Befunde nicht nur entdeckt, sondern auch richtig eingeordnet werden. Moderne Niedrigdosis-CT, spezialisierte thoraxradiologische Expertise, KI-Unterstützung und die unmittelbare Anbindung an ein erfahrenes Lungenzentrum schaffen dafür die notwendige Qualität.“

Früherkennung schafft neue Chancen

Jährlich erkranken in Deutschland mehr als 57.000 Menschen neu an Lungenkrebs. Internationale Studien zeigen seit Jahren, dass ein strukturiertes Screening mittels Niedrigdosis-CT die lungenkrebsspezifische Sterblichkeit deutlich senken kann, wenn Menschen mit erhöhtem Risiko frühzeitig untersucht werden. Mit der Aufnahme des Lungenkrebsscreenings in die Regelversorgung der gesetzlichen Krankenversicherung wird dieses wissenschaftlich belegte Potenzial nun bundesweit nutzbar. Das Screening richtet sich an Menschen zwischen 50 und 75 Jahren mit einer definierten Rauchvorgeschichte und folgt einheitlichen Qualitätsstandards, von der ärztlichen Beratung über die Bildgebung bis zur qualitätsgesicherten Befundung. „Der Weltlungenkrebstag erinnert uns daran, wie wichtig es ist, über Risikofaktoren, Vorsorge und Früherkennung zu sprechen“, sagt Dr. Peter Ebeling, leitender Thoraxonkologe des Lungenkrebszentrums der Asklepios Klinik Barmbek. „Lungenkrebs ist nicht nur eine Erkrankung des Alters oder des Zufalls. Wer sein persönliches Risiko kennt und frühzeitig ärztliche Beratung sucht, kann entscheidend dazu beitragen, Erkrankungen früher zu erkennen und Behandlungsmöglichkeiten zu verbessern.“

Mehr als eine Zweitbefundung

„Lungenkrebs verursacht häufig erst dann Beschwerden, wenn die Erkrankung bereits weit fortgeschritten ist“, erklärt Dr. Wolfgang Gesierich, Chefarzt Pneumologie der Asklepios Lungenklinik Gauting. „Je früher wir einen Tumor entdecken, desto größer sind die Chancen auf eine erfolgreiche und oftmals deutlich schonendere Behandlung. Gleichzeitig profitieren unsere Patientinnen und Patienten davon, dass auffällige Befunde unmittelbar interdisziplinär eingeordnet und bei Bedarf ohne Zeitverlust weiter abgeklärt werden können.“ Im neuen Screeningprogramm übernehmen die zertifizierten Zentren der Asklepios Kliniken die qualitätsgesicherte radiologische Zweitbefundung. Die drei Standorte verbinden spezialisierte Diagnostik mit interdisziplinärer Behandlung durch erfahrene Teams aus Pneumologie, Thoraxchirurgie, Thoraxonkologie und Radiologie. So können auffällige Befunde schnell eingeordnet und bei Bedarf weitere Schritte eingeleitet werden. „Ein gutes Screening endet nicht mit einem CT-Bild“, sagt Dr. Peter Ebeling. „Entscheidend ist die gesamte Versorgungskette: von der Beratung über die präzise Diagnostik bis hin zur individuellen Therapieplanung. Genau hier liegt die Stärke spezialisierter Zentren.“

KI unterstützt die ärztliche Expertise

Bei der Auswertung von Screening-Aufnahmen kommt es auf höchste Genauigkeit an. Nicht jede Veränderung im Lungengewebe ist bösartig – gleichzeitig müssen frühe Tumoren zuverlässig erkannt werden. Die Einführung des strukturierten Lungenkrebsscreenings stellt hohe Anforderungen an alle beteiligten Einrichtungen. Deshalb setzt auch die Asklepios Lungenklinik Gauting auf die Kombination aus spezialisierter thoraxradiologischer Expertise und moderner KI-gestützter Bildanalyse. Die Software unterstützt Radiolog:innen dabei, Lungenrundherde systematisch zu erkennen, präzise zu vermessen und Veränderungen im zeitlichen Verlauf objektiv miteinander zu vergleichen. Sie schafft zusätzliche Transparenz und Standardisierung innerhalb des Befundungsprozesses, ersetzt jedoch zu keinem Zeitpunkt die ärztliche Entscheidung. „Künstliche Intelligenz kann uns helfen, noch strukturierter und effizienter zu arbeiten“, sagt Prof. Dr. Bastian Sabel, Chefarzt der Radiologie der Asklepios Lungenklinik Gauting. „Sie ersetzt aber nicht die ärztliche Expertise. Die endgültige Bewertung entsteht immer aus der Kombination von Bildgebung, Erfahrung und dem Blick auf den einzelnen Menschen.“

Prävention bleibt der wichtigste Schritt

Zum Weltlungenkrebstag 2026 wollen die Asklepios Kliniken das Bewusstsein dafür stärken: Lungenkrebs ist eine ernsthafte Erkrankung – aber Fortschritte in Prävention, Früherkennung und Therapie verbessern die Chancen vieler Betroffener. Neben der Früherkennung bleibt die Vermeidung von Risikofaktoren ein zentraler Bestandteil der Lungenkrebsprävention. Insbesondere der Verzicht auf das Rauchen ist die wichtigste Maßnahme, um das persönliche Erkrankungsrisiko zu senken. „Jeder Schritt zählt – ob Rauchstopp, regelmäßige ärztliche Beratung oder die Teilnahme an geeigneten Früherkennungsangeboten“, sagt Dr. Wolfgang Gesierich. „Wichtig ist, dass Menschen ihr Risiko kennen und wissen, dass sie etwas tun können.“

Über das Lungenkrebsscreening

Das strukturierte Lungenkrebsscreening ist ein sektoren- und trägerübergreifendes Versorgungskonzept. Am Beginn steht die qualifizierte ärztliche Beratung. Pneumologinnen und Pneumologen sowie entsprechend qualifizierte Haus- und Fachärztinnen und -ärzte prüfen anhand der vorgegebenen Kriterien, ob eine Teilnahme am Screeningprogramm sinnvoll ist. Anschließend erfolgt die Überweisung an eine zugelassene radiologische Einrichtung, in der die Niedrigdosis-Computertomographie durchgeführt und die radiologische Erstbefundung vorgenommen wird. Die Zweitbefundung findet dann in ausgewählten und spezialisierten Einrichtungen statt. Bei auffälligen Befunden kann die weitere Diagnostik und Behandlung optimal unmittelbar in die Strukturen spezialisierter Zentren überführt werden. „Ein Screeningprogramm entfaltet seinen Nutzen nur dann vollständig, wenn alle Beteiligten nach einheitlichen Qualitätsstandards arbeiten und die einzelnen Versorgungsschritte eng aufeinander abgestimmt sind“, sagt Prof. Dr. Bastian Sabel. „Genau dieses strukturierte Zusammenspiel bildet die Grundlage des neuen Lungenkrebsscreenings.“

Über die Asklepios Lungenklinik Gauting:

Die Gautinger Lungenklinik ist ein vom Bayerischen Gesundheitsministerium offiziell anerkanntes Lungenzentrum, das überregional besondere Aufgaben in der Behandlung von Lungenerkrankten übernimmt und als Kompetenz- und Koordinierungszentrum andere medizinische Versorger mit gebündelter interdisziplinärer Fachexpertise berät. Mit 268 Betten und jährlich über 10.000 behandelten Patientinnen und Patienten ist sie die größte Lungenklinik in Bayern und zählt zu den fünf führenden Lungenkliniken bundesweit. Die Fachklinik ist Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität München und Gründungsmitglied des Comprehensive Pneumology Centers (CPC) sowie eine der wenigen außeruniversitären Lungenkliniken im Deutschen Zentrum für Lungenforschung (DZL). Die Spezialist:innen der Pneumologie, Thoraxchirurgie, thorakalen Onkologie, sowie Intensiv-, Schlaf- und Beatmungsmedizin sind deutschlandweit bekannt und von den Fachgesellschaften Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin, Deutsche Krebsgesellschaft und Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin zertifiziert.

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