Zwischen Anspruch und Realität: Kangaroos glauben an den Prozess – und an ihre Chance

Michael Dahmen – © Kangaroos Media/PR

Iserlohn. (PM Kangaroos) Die Saison 2025/2026 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord ist für die Iserlohn Kangaroos bislang geprägt von Höhen und Tiefen.

Nach einer intensiven Hinrunde und dem bereits laufenden zweiten Saisonabschnitt steht fest: Die sportliche Leitung ist mit der aktuellen Tabellensituation nicht zufrieden. Gleichzeitig herrscht im Lager des Waldstadt-Teams Klarheit darüber, warum der Blick dennoch nach vorne gerichtet bleibt und warum mit den Kangaroos weiterhin zu rechnen ist.

Vor dem dritten Spiel der Rückrunde und dem Heimspiel am Samstag, 10. Januar (19:30 Uhr), gegen die Dragons Rhöndorf beziehen Headcoach Toni Prostran und Geschäftsführer Michael Dahmen Stellung zur sportlichen Lage – selbstkritisch, aber überzeugt vom eingeschlagenen Weg.

„Unzufrieden mit der Lage – überzeugt von der Mannschaft “ – Toni Prostran ordnet die Situation ein

Toni, wie bewertest du den bisherigen Saisonverlauf?
„Wir müssen klar sagen: Mit der aktuellen Situation können wir nicht zufrieden sein. Dafür haben wir andere Ansprüche an uns selbst – als Trainerteam, als Mannschaft und als Club. Wir haben zu viele Spiele verloren, in denen mehr möglich gewesen wäre. Das müssen wir offen benennen.“

Gleichzeitig sprichst du immer wieder von guten Phasen. Wo liegt das Spannungsfeld?
„Genau darin. Wir zeigen in vielen Spielen sehr gute Phasen – teilweise über ein oder zwei Viertel. Da verteidigen wir auf hohem Niveau, spielen mit Tempo, treffen gute Entscheidungen. Aber Basketball in dieser Liga wird über 40 Minuten entschieden. Uns fehlt aktuell noch die Konstanz, diese Qualität über die gesamte Spielzeit auf das Feld zu bringen.“

Was sind aus deiner Sicht die Hauptgründe dafür?
„Die personelle Situation zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison. Verletzungen, Ausfälle, immer wieder neue Rotationen. Wir konnten häufig nur mit 8-9 Spielern trainieren, das erschwert die Vorbereitung und Automatismen im Spiel enorm. Trotzdem ist das keine Ausrede. Entscheidend ist, wie wir damit umgehen. Und da sehe ich eine Mannschaft, die arbeitet, die lernen will und die sich nicht versteckt.“

Warum glaubst du weiterhin fest an dieses Team?
„Weil ich jeden Tag sehe, wie viel Invest die Jungs bringen. Mentalität, Trainingsintensität, Zusammenhalt, das alles stimmt. Jetzt geht es darum, aus unseren guten Phasen mehr Stabilität zu machen. Wenn uns das gelingt, werden wir Spiele gewinnen.“

„Iserlohner Basketball heißt: Dranbleiben, nicht ausweichen“ – Michael Dahmen zur sportlichen Situation

Michael Dahmen, wie fällt dein Blick auf die aktuelle Lage aus?
„Die Tabelle lügt nicht und deshalb sind wir mit der Situation nicht zufrieden. Gleichzeitig wäre es zu kurz gedacht, nur das Ergebnis zu bewerten. Wir haben bewusst auf Kontinuität gesetzt, auf Identität und Entwicklung. Das ist kein einfacher Weg, gerade in einer ProB, die so ausgeglichen und physisch ist wie nie.“

Wie ordnest du die sportlichen Schwankungen ein?
„Viele Dinge greifen noch nicht so konstant, wie wir uns das wünschen. Verletzungen haben Trainingsarbeit und Rhythmus immer wieder unterbrochen. Trotzdem sehen wir einen klaren roten Faden: Wir sind konkurrenzfähig, wir sind unangenehm zu bespielen und wir verlieren selten, weil wir aufgeben. Meist sind es Details.“

Was stimmt dich trotz allem zuversichtlich für den weiteren Saisonverlauf?
„Die Haltung. Im Team, im Trainerstab, im gesamten Umfeld. Wir haben junge Spieler, die Verantwortung übernehmen, Führungsspieler, die vorangehen, und Fans, die diese Mannschaft tragen, auch in schwierigen Momenten. Diese Mischung ist eine starke Basis.“

Warum lohnt es sich gerade jetzt, die Kangaroos weiter zu begleiten?
„Weil diese Saison noch nicht entschieden ist. Wir glauben an unseren Prozess und daran, dass sich Arbeit auszahlt. Wer diese Mannschaft spielen sieht, merkt: Da ist Substanz. Jetzt gilt es, gemeinsam dranzubleiben.“

Fokus auf Samstag: Heimspiel gegen Rhöndorf

Mit dem Heimspiel gegen die Dragons Rhöndorf wartet am Samstag die nächste Gelegenheit, die eigene Entwicklung unter Beweis zu stellen. Tipoff in der Matthias-Grothe-Halle am Hemberg ist um 19:30 Uhr. Headcoach Toni Prostran blickt voraus: „Wir wollen unser Spiel über 40 Minuten durchziehen – mit Intensität, Disziplin und dem Mut, Verantwortung zu übernehmen.“

„Diese Mannschaft braucht und verdient Unterstützung. Wir wissen, dass wir mehr zeigen können und genau daran arbeiten wir.“ ergänzt Michael Dahmen.

Fazit: Die Iserlohn Kangaroos stehen aktuell zwischen Anspruch und Realität. Unzufrieden mit der Ausgangslage, aber überzeugt vom eigenen Weg. Die Rückrunde ist in vollem Gange und sie bietet noch genug Raum, um zu zeigen, warum mit dem Waldstadt-Team weiterhin zu rechnen ist.

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