Landrat besucht Iserlohner Werkstätten

Iserlohn / Märkischer Kreis (PMK) Sichtlich beeindruckt von der Einrichtung zeigte sich Landrat Thomas Gemke bei seinem Besuch der Iserlohner Werkstätten gGmbH an der Giesestraße in Iserlohn. Gemeinsam mit dem Fachbereichsleiter Jugend und Bildung, Eckehard Beck, war Gemke in die Iserlohner Heide gekommen, um sich vor Ort einen persönlichen Eindruck zu machen. Die Tochtergesellschaft der Diakonie Mark-Ruhr beschäftigt mit 215 hauptamtlichen Mitarbeitern rund 1.000 Menschen mit Behinderung in ihren Werkstätten an fünf Standorten in Iserlohn und Hemer.

„Hauptziel unserer 1967 gegründeten Einrichtung ist es, Menschen mit Handicap in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren“, erklärte Gabriele Tolksdorf, Bereichsleiterin Qualitätsmanagement, den Gästen vom Märkischen Kreis. Eckehard Beck vernahm mit großem Interesse, dass die Zusammenarbeit der Werkstätten mit der Carl-Sonnenschein-Schule, Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung des Märkischen Kreises in Iserlohn-Sümmern, sehr gut ist. Beispielsweise würden regelmäßig Praktika für die Schülerinnen und Schüler ermöglicht und Elternabende angeboten.

Die Iserlohner Werkstätten verfügen zudem über 75 Außenarbeitsplätze. „Deren Zahl soll bis Ende des Jahres auf 90 ausgebaut werden“, erklärte Thorsten Nölle, Bereichsleiter Administration. Dass die Werkstätten auch wirtschaftlich erfolgreich sind, erfuhren Landrat und Fachbe-reichsleiter von Christof Neuss, dem Technischen Leiter und Prokuristen. „Wir machen rund 33 Millionen Euro Umsatz pro Jahr. Die Finanzierung der Einrichtung kommt zwar zur Hälfte vom Steuerzahler, dafür wird aber bei den Hilfen zum Leben der Beschäftigten gespart, die ja über ein Einkommen verfügen.“ Eingesetzt werden die Arbeitskräfte in der Elektromontage, beim Büroservice und Werbemittellogistik, dem Elektronik-Altgeräte-Recycling, dem Wäscherei Service sowie Systemlieferant.

Gewinne machen dürfen die Iserlohner Werkstätten allerdings nicht. 70 Prozent der Einnahmen werden wieder an die Menschen ausgezahlt. Unverzichtbar neben der Beschäftigung ist deren Begleitung und Betreuung. „Sie haben halt Einschränkungen, die sie für den ersten Arbeitsmarkt nur schwer vermittelbar machen“, so Gabriele Tolksdorf. Umso erfreulicher ist es, wenn es doch mal klappt. Vier von ihnen schafften in diesem Jahr den Sprung zurück in die normale Arbeitswelt, auch über die Außenarbeitsplätze.

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