
Essen. (PM TUSEM) Der TUSEM Essen hat einen wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt geholt.
In der 2. Handball-Bundesliga gab es ein 29:29 (16:14)-Unentschieden beim VfL Lübeck-Schwartau. Durch den Sieg der HSG Krefeld im Parallelspiel gegen Dresden rutscht die Mannschaft von Trainer Kenji Hövels allerdings vorerst auf einen Abstiegsplatz.
Nach dem dramatischen Heimspiel gegen Dresden ging es für den TUSEM nun an der Ostsee um wichtige Punkte. Mit dabei waren auch einige Fans aus Essen, die lautstark unterstützten. Beim VfL Lübeck-Schwartau wurde am Tag der Arbeit auf beiden Seiten viel malocht, vor allem in der Abwehr. Beide Mannschaften packten ordentlich zu und zwangen die jeweiligen Offensive zu Fehlern. Der TUSEM erwischte den etwas besseren Start und führte mit 2:0 (4.), konnte den Vorsprung durch Tore von Tom Wolf und Nils Homscheid sogar auf drei Treffer ausbauen (5:2, 9.).
Allerdings fanden nun auch die Hausherren in die Begegnung und nutzten die einfachen Fehler der Essener aus. Der TUSEM war nun zu ungenau im Passspiel und vor dem gegnerischen Tor, scheiterte immer wieder am gut aufgelegten Mark Ferjan. Bei den Gastgebern sorgten die Treffer von Paul Holzhacker und Ole Hagedorn dafür, dass die Partie zu ihren Gunsten kippte. Ein 6:0-Lauf brachte die zwischenzeitliche 8:5-Führung (19.).
Die Gäste brachten mit Felix Göttler und Oskar Kostuj frischen Wind in die Offensive, was sich auszahlen sollte. Sie kämpften sich zurück und machten das Spiel wieder spannend. Bis zur Pause entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem sich keines der Teams einen echten Vorteil erspielen konnte. Der TUSEM blieb dran und hatte die Chance zum Ausgleich, verpasste sie allerdings. Somit gingen die Hausherren mit einer 16:14-Führung in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel sahen die 2034 Zuschauer einen kämpferischen TUSEM, der vor allem in der Abwehr recht gut stand. Allerdings häuften sich im Angriff weiterhin die Fehler. Ferjan war einige Male die Endstation, aber auch Stürmerfouls und technische Fehler hinderten die Essener daran das Spiel auf ihre Seite zu ziehen. Das Kuriose: auch Lübeck erlaubte sich viele Ungenauigkeiten. Und so kam es, dass der TUSEM plötzlich doch wieder führte (16:17, 39.) und die Chance hatte sich etwas abzusetzen. Aber auch diese blieb ungenutzt.
So entwickelte sich ein Hin und Her, das niemand unter Kontrolle bekam. Lübeck versuchte seinen Vorsprung zu verteidigen und die Essener schafften es nicht die Partie auf ihre Seite zu ziehen. Möglichkeiten gab es genug, Fehler allerdings auch. Dass die Gäste aus dem Ruhrgebiet am Ende noch hoffen durften, lag unter anderem an den vielen Paraden von Torhüter Finn Knaack. Ohne ihn wäre Lübeck sicherlich früher davongezogen.
In der Offensive konnte der TUSEM auf Felix Mart bauen, der in der zweiten Halbzeit das Spiel machte und selbst immer wieder erfolgreich war. Auch wenn der Rückraumspieler ebenfalls ein paar Fehler produzierte, übernahm er Verantwortung und sorgte in einer hochspannenden Schlussphase mit dafür, dass letztendlich ein hart umkämpfter Punkt an der Ostsee heraussprang.
„Wir haben gekämpft bis zum Schluss. Das mussten wir auch, denn die Stimmung in der Halle war mega. Wir sind froh, dass wir uns belohnen konnten. Und es war dieses Mal so, dass wir einen Punkt gewonnen und nicht verloren haben. Der Punkt ist brutal wichtig, aber jetzt wollen wir auch zuhause mal wieder zwei Punkte holen. Dass so viele Fans aus Essen mitgekommen sind, ist krass. Diese Unterstützung ist nicht selbstverständlich“, sagte Rückraumspieler Felix Mart nach dem Spiel im Interview mit „Dyn“.
Trainer Kenji Hövels sah zwei unterschiedliche Halbzeiten seines Teams: „In der ersten Halbzeit hatten wir Probleme im Angriff, aber standen in der Abwehr gut. In der zweiten war es dann eher andersherum. Beide Teams haben sich aufeinander eingestellt. Aber es war schön zu sehen, vor allem nach dem Ergebnispech in den letzten Wochen, dass wir unseren letzten Angriff so gut abschließen. Das spricht für die Mannschaft. Klar, am Anfang hat man uns die Anspannung angesehen, in der aktuellen Situation geht eben vieles nicht so leicht von der Hand. Natürlich können wir über unsere Fehler und die Chancenverwertung reden, aber wir haben auch zweimal in Folge auswärts gepunktet. Und im nächsten Spiel wollen wir den Punkt vergolden.“
Für den TUSEM steht nun wieder ein Heimspiel an, das vorletzte in der Saison. Am 10. Mai geht es in der Sporthalle „Am Hallo“ gegen den HSC Coburg, Anwurf ist um 17 Uhr.
VfL Lübeck-Schwartau – TUSEM Essen 29:29 (16:14).
Lübeck: Conrad, Ferjan; Holzhacker (6/4), El-Shobaky (1), Hagedorn (5), Staack, Schramm (1), Benitez (2), Hartwig, Juhl (5), Heinemann (3), Nickelsen (5), Speckmann, Cohen (1).
TUSEM: Knaack, Plaue; Mart (6/1), Göttler (3), Willner (3), Wolfram, Homscheid (3/1), Eißing (4), Buschhaus, Wolf (3), Neuhaus, Kostuj (4), Hejny, Mast, Werschkull (2), Schoss (1).
Schiedsrichter: Bona/Frank.
Siebenmeter: 4/4 – 2/4.
Strafminuten: 12 – 8.
Zuschauer: 2034.
! NEU ! Immer mehr Nutzerinnen und Nutzer haben den WhatsApp-Kanal von Regional-Stimme.de abonniert. Melde dich jetzt an und erhalte regelmäßig aktuelle Nachrichten!
Regional-Stimme · Das gemeinsame Portal von Iserlohner-Nachrichten und Sport-Stimme Lokales, Regionales und Sport aus Iserlohn, dem Märkischen Kreis und NRW
