
Essen. (PM TUSEM) Die Saison 2025/26 in der 2. Handball-Bundesliga ist beendet.
Der TUSEM Essen feiert zum Abschluss einen 35:33 (18:16)-Sieg beim TuS Ferndorf und ist damit 15. in der Tabelle.
Mehr als 100 Fans aus Essen sind zum Saisonfinale mit ins Siegerland gereist. Auch wenn es für beide Mannschaften tabellarisch um nicht mehr viel ging, da sie bereits den Klassenerhalt sicher hatten, ging es auf der Platte zur Sache. Von Testspielcharakter war nicht viel zu sehen, stattdessen sahen die 1400 Zuschauer in der ausverkauften Sporthalle „Stählerwiese“ viele Zweikämpfe, Tore und Paraden.
Für letztere war vor allem Dominik Plaue (Foto) verantwortlich, denn der Essener Torhüter konnte insgesamt 16 Abschlüsse des Gegners abwehren – und das in seinem letzten Spiel als Handball-Profi. Plaue wurde von den mitgereisten Fans immer wieder gefeiert und legte den Grundstein für den Auswärtserfolg. Generell verteidigten die Gäste sehr gut, stellten Ferndorf vor einige Probleme. Im ersten Durchgang konnte der TUSEM aus Ballgewinnen schnelle Tore erzielen, meist ging es über Jan Reimer, der ebenfalls sein letztes Spiel als Profi bestritt, oder über Finley Werschkull. Der Linksaußen mit einer einwandfreien Abschlussquote, weshalb die Halbzeitführung von 18:16 für den TUSEM absolut in Ordnung ging.
Nach dem Seitenwechsel war es weiterhin nicht langweilig, denn die Hausherren versuchten einen Gang hochzuschalten. Und das klappte auch gut. Zwar zog der TUSEM zwischenzeitlich auf 25:28 (45.) davon, doch einige Male stockte es im Angriff. Die Essener erlaubten sich einige Ungenauigkeiten, was die Ferndorfer für sich zu nutzen wussten. Im Rückraum trieb Soeren Servos das Spiel an und setzte seine Teamkollegen wie Marvin Mundus oder Julius Fanger in Szene, war aber auch selbst erfolgreich.
Und so kam es, dass die Gastgeber tatsächlich die Partie noch drehen konnten. In der 57. Minute brachte Fanger mit seinem Tor die Halle zum Beben. Ferndorf schien das Ruder endlich herumgerissen zu haben. Aber der TUSEM hatte die perfekte Antwort parat. Plaue mit Paraden, Ballgewinne in der Abwehr und wichtige Tore von Max Hejny ließen die Begegnung wieder zugunsten der Essener kippen. Und so gingen sie mit einem 35:33-Sieg von der Platte.
„Es war ein gelungener Abschluss der ganzen Mannschaft. Es ist immer schwierig, wenn man eine Woche vorher schon den Klassenerhalt erreicht hat und der Druck abfällt, dass man sich dann nochmal reinkämpft. Aber da kann ich der ganzen Mannschaft ein Kompliment machen. Und für mich persönlich war es auch schön nochmal auf der Platte zu stehen. So richtig verarbeiten werde ich den Abschied wahrscheinlich erst in der Zukunft, wenn dann alles mal fehlt, was man jetzt noch für selbstverständlich nimmt“, sagte Jan Reimer nach seinem letzten Spiel als Handball-Profi.
Trainer Kenji Hövels war ebenfalls zufrieden mit dem Saisonfinale: „Ich war positiv überrascht, dass wir mit so einer hohen Intensität in das Spiel hineingegangen sind. Es ist klar, dass letzte Woche viel von uns abgefallen ist. Dann ist die Frage wie man damit umgeht, wenn auf einmal gar kein Druck mehr da ist. Ich muss sagen: die Mannschaft hat das über weite Strecken fantastisch gemacht. Wir konnten auch ein paar Konstellationen testen und dass wir gewonnen haben, freut mich. Es war nicht das beste Bundesligaspiel, das ich gesehen habe. Aber auch solche Spiele will ich gewinnen. Ich glaube schon, dass wir eine Gewinner-Mentalität entwickeln wollen und auch müssen. Und ich denke, dass wir da einen guten Schritt gemacht haben.“
Nun steht für den TUSEM die Sommerpause an, ehe es Ende August in der 2. Handball-Bundesliga weitergeht.
TuS Ferndorf – TUSEM Essen 33:35 (16:18).
Ferndorf: Wilde, Adanir, Baranasic; L.Michel (1), Viana (3/1), Fanger (5), M.Michel (1), Hideg, Würz (3), Servos (6), Mundus (4), Jansen (2), Scharnweber (4/1).
TUSEM: Knaack, Plaue; Becker, Mart (3/1), Göttler (3), Willner (1), Wolfram (1), Homscheid (3), Reimer (6), Eißing (1), Wolf, Neuhaus, Kostuj (2), Hejny (6), Mast, Werschkull (6).
Schiedsrichter: Friedel (Leipzig)/Herrmann (Zschorlau).
Siebenmeter: 2/4 – 1/2.
Strafminuten: 2 – 6.
Zuschauer: 1400.
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