
Gummersbach. (MK) Wenn der heimische Handball Bundesligist VfL Gummersbach den amtierenden Deutschen Meister SC Magdeburg empfängt, dann ist Spannung garantiert.
Die letzten drei Duelle endeten in Magdeburg 38:35 für den SC und in Gummersbach zwei Mal jeweils 31:32 für den SCM.
Das heutige Match war zugleich ein Wiedersehen mit der letztjährigen Nummer eins im VfL-Tor Dominik Kuzmanovic, der vor dem Spiel freundlich vom Gummersbacher Anhang begrüßt wurde.
Jede Menge Tore waren am Sonntagnachmittag in der ausverkauften Gummersbacher SchwalbeArena auch wieder garantiert. Der VfL unterlag den Gästen aus Magdeburg nach verpatztem Start letztlich 31-33.
Magdeburg von der ersten Sekunde an voll da
Magdeburg legte einen Traumstart aufs Parkett und führte bereits nach fünf Minuten mit 1:5. Der frühe Rückstand war wie Ballast auf den Schultern der Sigurdsson-Schützlinge. Zugleich verlieh er den Gästen viel Selbstvertrauen. Unter anderem durch einen sehenswerten Heber von Neuzugang Roganovic und einem Treffer durch Nationalspieler Schluroff verkürzte der VfL bis zur 13. Minute auf 6:10. Der Weckruf für die Oberbergischen war nun da. Er wurde befeuert durch gute Reflexe des neuen VfL-Keepers Biosca und der unermüdlichen Unterstützung durch den Fanblock. Begünstigt durch eine Zeitstrafe gegen Magdeburg und einen von Horzen verwandelten Siebenmeter knabberte Gummersbach weiter an der Führung des SCM. Mit 12:13 (23.) ging es in die Schlussphase der ersten Hälfte. Unter anderem durch zwei verwandelte Siebenmeter (Musche) ging es mit dem Pausenstand von 14:18 in die Kabinen.
Hochspannung bis in die Schlussphase
Nach dem Seitenwechsel war es zunächst Gummersbachs Schluroff, der mit mehreren erfolgreichen Schleuderwürfen gegen die „SCM-Maschine“ ankämpfte. 20:21 nach 37 Minuten lautete der Zwischenstand. Starke Saves von Biosca und ein unbändiger Kampfgeist auf beiden Seiten hielt die Partie spannend. Die Gummersbacher waren wieder dran, 23:25 stand es nach 45 Minuten. Der VfL blieb weiter in Schlagdistanz, aber der SC Magdeburg fand immer wieder eine Lücke, um die knappe Führung zu behalten. Schluroffs Zeitstrafe (47.) nutzte der SCM zum Ausbau der Führung auf 23:28. Wieder vollzählig fighteten die heimischen Handballer weiter gegen die drohende Niederlage. Mit einem knappen Rückstand von 28:30 ging es in die Crunchtime. Gummersbach bekam noch einmal mehr die dritte Luft in der aufgeheizten Atmosphäre. Und als Obling Musches Siebenmeter parierte, stand die Schwalbe Kopf. Pech für den VfL, dass Vojuvic´ Siebenmeter nur ans Torgestänge knallte. Magdeburgs Coach Wiegert bestätigte auf der Pressekonferenz, dass das für ihn eine der Schlüsselszenen war. Routiniert brachten seine Schützlinge den Auftaktsieg mit 31:33 letztlich ins Ziel. Unter dem Strich ein hart erkämpfter, aber verdienter Sieg, getragen von einem super Start ins Match.
Schon unter der Woche geht es für beide Teams weiter. Der VfL Gummersbach ist am Mittwoch in Mannheim bei den Rhein Neckar Löwen gefordert. Magdeburg empfängt einen Tag später die Füchse Berlin.
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